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Aktuelle Afrikanachrichten

5. April 2019, Lusaka, SAMBIA: Sambische Katholiken sammeln Spenden für die Opfer von Zyklon “Idai”. – "Mögen die Worte des Evangeliums unsere inspirieren: ‚Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen‘ (Mt 25: 35-36)", dies wünscht sich der Vorsitzende der Sambischen Bischofskonferenz, Bischof George Cosmas Zumaire Lungu von Chipata in einem Spendenaufruf für die Opfer des Zyklons „Idai“ in den Nachbarländern Mosambik, Simbabwe und Malawi.
Die Sonderkollekte soll in allen Diözesen des Landes am kommenden 7. April, dem fünften Sonntag in der Fastenzeit und am darauffolgenden 14. April am Palmsonntag stattfinden.
In seinem Spendenaufruf bittet Bischof Lungu um finanzielle und materielle Spenden für die Opfer des Zyklons und betonte, dass die gesammelten Sepnden sollten innerhalb der Karwoche an das katholische Sekretariat gesandt und an die Bischofskonferenzen der betroffenen Länder weitergeleitet werden. Der Zyklon Idai forderte in Mosambik, Simbabwe und Malawi mindestens 686 Tote. Rund 3 Millionen Menschen wurden vertrieben, von denen viele derzeit noch ohne Unterkunft, Nahrung, Trinkwasser und Kleidung sind. L.M. Fides

4. April 2019, Ouagadougou, BURKINA FASO: Über 60 Tote bei Anschlag und darauf folgenden Ausschreitungen. – Mindestens 62 Menschen starben in der Zeit vom 31. März bis Dienstag, dem 2. April, bei einem dschihadistischen Anschlag in der Nähe von Arbinda im Norden von Burkina Faso, an der Grenze zu Mali auf den Zusammenstößen zwischen verschiedenen Stämmen folgten. Laut dem Minister für Gebietsverwaltung, Siméon Sawadogo, wurden 32 Menschen von Terroristen getötet; Weitere 30 starben bei Zusammenstößen und Repressalien zwischen den Mitgliedern der Stämme Kouroumba, Peuls, Mossis.
Die Auseinandersetzungen begannen in der Nacht zum Montag. Bewaffnete Männer drangen in das Dorf Hamkan, 7 km von Arbinda entfernt ein, wo sie den Dorfvorsteher, dessen ältesten Sohn und seinen Neffen, töteten. "Nach der Ermordung von Scheich Werem kam es zu Zusammenstößen mit den Arbinda was zu Repressalien auf beiden Seiten führte", so Minister Sawadogo. Infolge der Gewalt führte zur Flucht der Einwohner aus den umliegenden Dörfern.
In Burkina Faso, wie auch in Mali, degenerieren regelmäßig Stammeskonflikte zwischen den Peuls (oder Fulani), bei denen es sich um größtenteils muslimische Nomaden handelt, die in ganz Westafrika präsent sind, und ansässigen Bauern.
Einige Peuls haben sich inzwischen dschihadistischen Gruppen angeschlossen. Wie bei den jüngsten Zwischenfällen bringt die örtliche Bevölkerung die dschihadistische Gruppen, die sie angreifen hat mit den Peuls in Verbindung, was zu blutigen Repressalien führt, die wiederum die Konflikte mit anderen Stämmen schüren. Im benachbarten Mali wurden am 24. März im Dorf Ogossagou mindestens 160 Angehörige der Peuls ermordet.
Unterdessen es noch keine Nachrichten über den in Burkina Faso am Sonntag, den 17. März, im Norden des Landes entführten Pfarrer Joël Yougbaré. In ihrer Botschaft zur Fastenzeit baten die örtlichen Bischöfe die Behörden um Maßnahmen zur Beendigung der Gewalt und forderten die Gläubigen auf, für den Frieden im Land zu fasten und zu beten. L.M. Fides

3. April 2019Abuja, NIGERIA - “Entführungen von Priestern und Ordensleuten müssen enden”. – "Wir erfahren mit großer Bestürzung von einer Zunahme der Entführungen und in einigen Fällen von Morden an Priestern und Ordensleuten in unserem Land", heißt es in einer Erklärung, die am am Ende der ersten Vollversammlung der Medienbeauftragten der nigerianischen Diözesen und Orden veröffentlicht wurde, die vom 25. bis 29. März im Pastoralzentrum des hl. Johannes Paul II. in Makurdi im Bundesstaat Benue stattfand.
Am Tag der Eröffnung der Arbeiten am 25. März war ein weiterer nigerianischer Priester, John Bako Shekwolo in seinem Haus in Ankuwai, im Bundesstaat Kaduna, im Norden von Nigeria ermordet worden. Nur eine Woche zuvor, am 20. März, wurde die Leiche von Don Clement Rapuluchukwu Ugwu, Pfarrer der Kirche von San Marco, in Obinofia Ndiuno in der Gemeinde Ezeagu im Bundesstaat Enugu gefunden, der am 13. März entführt worden war.
Die Kirche war und ist die Stimme und Hoffnung derjenigen, die in unserer Gesellschaft keine Stimme haben", so die Leiter der Medienabteilungen. "Diese Funktion wurde seit jeher von Priestern und Ordensleuten ausgeübt: Ohne Priester und Ordensleute bringt man die Kirche zum Verschwinden bringen und das, was sie darstellt". Angesichts der Verbrechenswelle, die das Leben der Kirche bedroht, appellieren die Medienbeauftragten an die nigerianische Bischofskonferenz, mit der Bitte "nach den Ursachen von Entführungen und Morden von Priestern und Ordensleuten zu suchen und mit der Regierung zusammenzuarbeiten, um zu diesen gotteslästerlichen Taten zu beenden“. (L.M.) Fides

2. April 2019, AFRIKA - Nach dem Zyklon “Idai”: “Man ist nie zu arm, um zu helfen”. – „Die Kirche von Afrika hat nicht schweigend zugesehen. Neben einer großen moralischen und spirituellen Unterstützung haben viele Diözesen in Afrika spezielle Spendenaufrufe auf den Weg gebracht, um die Opfer des Zyklons „Idai“ praktisch zu unterstützen", so Pater Donald Zagore, von der Gesellschaft der Afrikamissionen In Mosambik, Simbabwe und Malawi ist nach der Verwüstung durch den Zyklon „Idai“ die Lage weiterhin kritisch. Während mit dem Sinken des Wasserspeigels die Zahl der Toten und Verletzten steigt, sind Häuser und Gebäude überflutet, Straßen blockiert und viele Gebiete unzugänglich. Das Risiko von Epidemien ist ebenfalls hoch: aus der Stadt Beira meldete die Regierung erste Cholera-Infektionen.
„Humanitäre Hilfe spiegelt die Identität der Kirche in Afrika wider, die sich als ‚Familie Gottes‘ versteht. Eine Familie, die solidarisch mit der Not ihrer Brüder und Schwestern ist, ist ein Zeugnis des Glaubens und der Nächstenliebe während der Fastenzeit, dem Moment der Nächstenliebe und der Brüderlichkeit an sich", so der Missionar.
"Während in der Vergangenheit in Afrika angesichts der Katastrophen, die den Kontinent treffen, die Augen in der Regel auf europäische Hilfe gerichtet sind, möchten wir uns heute darum bemühen, auf unserem Kontinent eine Mentalität der schnellen Reaktion und Mobilisierung zu schaffen. Afrikaner müssen sich mehr auf ihre Brüder und Schwestern verlassen können als auf jeden anderen. Wir sind nie zu arm um zu helfen ", fährt Pater Zagore fort.
„Hilfsbereitschaft hat den afrikanischen Kontinent seit jeher ausgezeichnet“, so der Missionar abschließend, „Es geht über alle kulturellen und ethnischen Unterschiede hinaus und hilft jedem, der an die Tür klopft. Der Wert der ‚afrikanischen Solidarität‘ muss auch künftig durch konkrete Maßnahmen genährt werden, die der Bedrohung durch große kulturelle Veränderungen in unserer modernen Welt standhalten können, die vielmehr auf Individualismus und Selbstsucht abzielen. Die Solidarität mit unseren verzweifelten Brüdern in Mosambik, Simbabwe und Malawi muss heute eine vorrangige Verpflichtung in ganz Afrika sein". (DZ/AP) Fides

2. April 2019, Nairobi, KENIA: Medien sollen “Frohbotschaft für die moderne Gesellschaft relevant machen”. – „Im Namen der AMECEA-Bischöfe fordere ich katholische Journalisten und Medienschaffende auf, mit Blick auf die verschiedenen gesellschaftlichen Probleme immer die Wahrheit zu sagen. Es ist eure Aufgabe, die Frohbotschaft für die moderne Gesellschaft relevant zu machen“, so der ´Präsident der, Präsident der Kommission für soziale Kommunikation des Verbandes der Bischofskonferenzen in Ostafrika (Amecea), Erzbischof Philip Anyolo anlässlich eines Fortbildungskurses für die digitale Medien des „Don Bosco Youth Education Service“ in Nairobi. In seine Ansprache an jugendliche Kursteilnehmer verschiedenen Ländern der Region betonte der Erzbischof gegenüber den jungen Leuten, dass "in einer Welt, in der sich die Technologie ständig weiterentwickelt, die Kirche anwesend und bereit sein muss, diese Technologien für die Evangelisierung einzusetzen".
Erzbischof Anyolo von Kisumu, der auch Vorsitzender der Bischofskonferenz von Kenia ist, erinnerte daran, dass "Gott der erste Kommunikator ist. Von Anfang an kommunizierte er mit Adam und Eva. Selbst heute ist Gott überall und kommuniziert auf verschiedene Weise mit der Menschheit. Es liegt an uns, darauf zu hören", betonte er. „In der heutigen Welt, die durch das Wachstum und die Verbreitung von Informationstechnologien und Kommunikationskanälen gekennzeichnet ist, spielen die Medien auch für die katholische Kirche eine wichtige Rolle: sie sollen die Kirche mit der Welt in Verbindung bringen und damit die Verbreitung des Evangeliums ermöglichen ", sagte der Erzbischof.
In diesem Sinne forderte Erzbischof Anyolo katholische Journalisten auf, "professionell und kreativ" zu sein, "der Bereitstellung wahrheitsgetreuer Informationen größte Aufmerksamkeit zu widmen“ und "mit Pastoralarbeitern zusammenzuarbeiten, um Informationen über die Medien zu sammeln“ um damit das authentische Profil der Ortskirchen zu vermitteln. (AP) Fides

2. April 2019, Kairo, ÄGYPTEN: Rund 6.000 koptische Pilger an Ostern in Jerusalem. – Mehr als 6.000 koptisch-orthodoxe Christen wollen in Israel an den liturgischen Feiern zum Osterfest in Jerusalem teilnehmen, das dieses Jahr von der koptisch-orthodoxe Kirche am 29. April begangen wird. Die Daten, die vom Netzwerk der Reisebüros zur Verfügung gestellt wurden, zeugen von einer rapiden Zunahme koptischer ägyptischer Wallfahrten nach Israel, das am Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts durch den 2012 verstorbenen Patriarchen Shenuda III. verboten worden waren. Im Vergleich zu 2018 waren es 1.500 Pilgerreisen mehr, in deren Rahmen sich Gläubige aus Ägypten auf den Weg nach Jerusalem machten. Ägyptische Reiseveranstalter weisen darauf hin, dass der Einreisestempel bei der Einreise in Israel nicht auf ägyptischen Pässen angebracht wird, sondern auf speziellen Blatt, das dem Dokument beigefügt wird. Darüber hinaus sollen alle christlichen Pilger aus Ägypten sowohl in Ost-Jerusalem als auch in Bethlehem in Unterkünften untergebracht werden, die von Palästinensern geführt werden.
Die Zahl der koptisch-orthodoxen Pilger aus Ägypten in Jerusalem steigt seit 2015 seit dem Ende des Besuchsverbots, das der damalige Patriarch Schenouda III. im Jahr 1979 für koptische Christen ausgesprochen hatte. Während der Radikalisierung des arabisch-israelischen Konflikts hatte Schenuda III. (1923-2012) den Gläubigen seiner Kirche Pilgerreisen nach Israel verboten und das Verbot wurde auch nach einer Normalisierung der Beziehungen unter Präsident Sadat nicht aufgehoben. Bis heute wurde das Verbot nicht widerrufen, doch bereits 2014 hatte der Besuch einer 90köpfingen Pilgergruppe während der Karwoche, Beobachter dazu veranlasst, zu unterstreichen, dass das Verbot im Rahmen der heutigen Beziehungen zwischen den benachbarten Staaten nicht mehr aktuell erscheint.
Auch der heutige Patriarch Tawadros II. hatte Anlässlich der Beisetzung des koptisch-orthodoxen Erzbischofs Abraham die Heilige Stadt besucht. Der Besuch des Oberhauptes der koptisch-orthodoxen Kirche, der offiziell zwar als „Ausnahme“ bezeichnet wurde, wurde von den Gläubigen anscheinend als Signal dafür verstanden, dass der neue Patriarch nicht beabsichtigt, die solche Einschränkungen aufrechtzuerhalten. (GV) Fides

30. März 2019, Maputo , MOSAMBIK: Zyklon “Idai” - “Es gibt die ersten Cholera-Fälle”. – Wie aus aktuellen Daten des medizinischen Hilfswerks CUAMM über die dramatischen Folgen des Zyklons Idai in Mosambik hervorgeht liegt die Zahl der bestätigten Todesfälle inzwischen bei 493. Insgesamt sind 839.748 Menschen und 168.946 Familien betroffen.
„Nun gibt es die ersten von der Regierung bestätigten Cholera-Fälle", heißt es in dem Bericht des CUAMM. In allen vier betroffenen Distrikten (Dondo, Buzi, Nhamatanda und Beira) richten die Behörden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Hilfsorganisationen Cholera-Behandlungszentren ein. Das Hilfswerk „Ärzte ohne Grenzen“ hat die ersten Zentren bereits fertiggestellt. Am morgigen Sonntag sollen 800.000 Dosen Cholera-Impfstoff angeliefert werden und weitere 300.000 werden erwartet, da rund 1.300.000 Menschen geimpft werden sollen. Die Impfkampagne beginnt am Mittwoch, dem 3. April. Auch Masernimpfstoffen wurden bereits angefordert.
Man plant auch eine rasche Verteilung von Lebensmitteln, während die ersten Lkws bereits geplündert wurden und das Gesundheitspersonal während der Besuche vor Ort von der verängstigten und hungrigen Bevölkerung angegriffen wurde.
Unterdessen brachte das Hilfswerk CUAMM die Verteilung von Lebensmitteln, Wasser, Kleidung sowie Grund- und Schutzmaterial wie Handschuhe auf den Weg. Bisher konnten bereits 150 Familien versorgt werden.
"Neben der Durchführung der Aktivitäten, die wir normalerweise in Beira durchführen, werden wir die Menschen dort auch über korrekte Hygienepraktiken aufklären und die Früherkennung möglicher Fälle von Cholera, die Beschaffung von Medikamenten, die Versorgung schwangerer Frauen, die Überwachung der Ernährung und den Schutz gefährdeter Gruppen wie Kinder und Jugendliche fördern“, heißt es in der Verlautbarung weiter.
Für den Notdienst werden drei Krankenwagen bereitgestellt mit denen werdende Mütter mit in das Krankenhaus in Beira oder ein Feldkrankenhaus gebracht werden. Zudem soll zusätzliches Gesundheitspersonal eingesetzt werden. Schließlich stellt das Hilfswerk sauberes Wasser für die Sterilisation von chirurgischen Instrumenten in Gesundheitszentren zur Verfügung. (L.M.) Fides

22. März 2019, Niamey, NIGER + BURKINA FASO - “Die Evangelisierungstätigkeit soll beeinträchtigt werden”. – Von dem seit dem vergangenen 17. März vermissten Pfarrer Joël Yougbaré aus Burkina Faso fehlt jede Spur. Damit werden in Burkina Faso und dem benachbarten Niger bereits zwei katholische Priester vermisst: Pater Pierluigi Maccalli von der Gesellschaft für die Afrikamissionen wurde vor sechs Monaten im September 2018 entführt.
Für Pater Mauro Armanino, ein Mitbruder des vermissten Pater Luigi, ist das Verschwinden eines einheimischen Priesters in Burkina Faso ein beunruhigendes Zeichen. "Hier in Niger, wo wir gerade mit einem ökumenischen Gebet in Niamey an die Entführung von Pater Macalli vor sechs Monate erinnert haben, sind wir entsetzt und bestürzt".
"Es wurden in der Gegend bereits mehrere Lehrer getötet und jetzt ist auch noch ein einheimischer Priester verschwunden", so Pater Mauro. "Es wird wahrscheinlich versucht, in Schulen Angst und Schrecken zu verbreiten und viele Schulen befinden sich in Trägerschaft der Kirche. Die ‚rote Linie‘ wurde überschritten: es werden unterschiedslos Ausländer und Einheimische angegriffen; bislang gab es für einheimische Priester keine Probleme“, warnt er. "All dies, zielt wahrscheinlich auf die Einschränkung der Evangelisierungstätigkeit in der Region ab, damit Burkina Faso allmählich in den islamischen Dunstkreis gerät“, so der Missionar abschließend.(L.M.) Fides

22. März 2019, Nairobi, KENIA: Über eine Million Menschen von Dürre betroffen: Bischöfe bitten um Hilfsmittel. – Mehr als eine Million Menschen sind in Kenia von Hunger und Unterernährung bedroht. Davor warnen die Bischöfe des Landes in einem gemeinsamen Appell, der besagt, dass "im März nach Einschätzung der katholischen Kirche und nach Aussage von Regierung, Hilfsorganisationen und Medien insgesamt 1.111.500 Menschen von Ernährungsunsicherheit betroffen sind. Die am stärksten betroffenen Landkreise sind Turkana, Baringo, Mandera, Garissa, Kilifi, Tana River, West Pokot, Marsabit, Makueni, Kajiado, Kwale und Isiolo, in denen insgesamt 865.300 Nahrungsmittelhilfe benötigt werden ".
Die Ernährungssicherungssituation in Kenia verschlechterte sich aufgrund niedriger Niederschläge im Jahr 2018, was zu unterdurchschnittlichen Ernten und ungenügender Auffüllung der Vorräte führt.
Aktuelle Temperaturen, die ebenfalls über dem Durchschnitt liegen, haben zu einem schnellen Austrocknen von Staudämmen, Brunnen und anderen Wasserquellen geführt. Infolgedessen ist nicht nur die Ernte sehr knapp sondern auch das Vieh ist gefährdet und die Milchproduktion gering.
Die Wasser- und Ernährungskrise bedroht auch das Gesundheitssystem und führt zu Gefahren für Frieden und Sicherheit, da sich die Kämpfe zwischen Bauern und Hirten um die Aufteilung der mageren Ressourcen zuspitzen. "Die Verzögerung des Niederschlags könnte zu einer schweren humanitären Krise im Land führen, und dies erfordert eine dringende Antwort von allen", warnen die Bischöfe.
Die Bischöfe bitten um Hilfsmittel für die betroffenen Bevölkerungsgruppen, darunter Nahrungsmittel, Wasser, Nahrungsergänzungsmittel und Futtermittel. (L.M.) (Fides

21. März 2019, Yaoundé, KAMERUN: Zentralafrikanischer Kapuzinermönche ermordet. – Ein zentralafrikanischer Kapuzinermönch wurde in Kamerun getötet, während er sich auf dem Heimweg zu seiner Ordensgemeinschaft in Mbaibokoum im Tschad befand.
Wie die Generalkustodie der Kapuziner für den Tschad und die Zentralafrikanische Republik mitteilt, war Pater Toussaint Zoumaldé in seiner Heimatdiözese Bouar im Westen Zentralafrikas zu Besuch gewesen, wo er einen Fortbildungskurs für einheimische Priester geleitet hatte. Der Kapuziner kehrte über Kamerun in den Tschad zurück. In der Nacht zwischen dem 19. und 20. März wurde er in Ngaoundéré (Kamerun), wo er übernachtete, von Unbekannten überfallen und getötet. Im Moment gibt es von den Tätern keine Spur.
P. Toussaint (* 1971) arbeitete als Journalist für Radio Siriri in der Diözese Bouar. Der tragische Tod von P. Toussaint Zoumaldé fand zeitgleich mit dem Auffinden der Leiche von Pfarrer Clement Rapuluchukwu Ugwu, der vor einer Woche im nigerianischen Bundesstaat Enugu entführten worden war. Im selben Zeitraum verschwand auch Pfarrer Joël Yougbaré aus seiner Gemeinde in Dschibo in Burkina Faso. (L.M.) Fides

21. März 2019,Abuja, NIGERIA: Katholischer Priester tot aufgefunden. Bischof beklagt Untätigkeit der Polizei. – Die Entführung von Pfarrer Clement Rapuluchukwu Ugwu, der die Gemeinde des Heiligen Markus in Obinofia Ndiuno im Verwaltungsbezirk Ezeagu im Bundesstaat Enugu im Süden Nigerias leitete, endete tragisch.
Die Leiche des Priesters wurde am gestrigen 20. März im Wald nicht weit vom Ort der Entführung gefunden. Am Abend des 13. März wurde Pfarrer Ugwu von bewaffneten Männern aus dem Pfarrhaus verschleppt.
Bischof Callistus Onaga von Enugu bat die Polizei, nach den Mördern des Priesters zu Suchen und beklagte die Serie von gewalttätigen Morden im ganzen Land. Die Christen bat der Bischof um ihre Gebete für Frieden im Land.
Bischof Onaga drückte zudem sein Bedauern über das Versagen der Polizei aus, der es nicht gelungen war Pfarrer Ugwu zu befreien, ob schon man versichert hatte, den Entführern auf der Spur zu seinn, während diese jedoch weiterhin unerkannt Geld vom Konto des Priesters abhoben.
"Wir haben die Entführung von Pfarrer Ugwu umgehend bei der Polizei gemeldet und seitdem war ich dreimal im Kommissariat, wo mir immer wieder versichert wurde: ‚Wir sind nahe dran an den Entführern‘. Heut bezweifle, dass sie irgendetwas getan wurde, denn Pfarrer Ugwus Leiche wurde kaum 20 Kilometer von seiner Wohnung entfernt gefunden“, so Bischof Onaga abschließend. (L.M.) Fides

20. März 2019, Lilongwe, MALAWI: Nach Zyklon “Idai” - Bischöfe lancieren Spendenaufruf. – “Wir versuchen die Katastrophe, die uns getroffen hat, gemeinsam zu bewältigen und bitten alle Katholiken und Menschen mit guten Willens, Hilfswerke und internationale Partner, uns dabei zu helfen, unsere Brüder und Schwestern zu unterstützen, die von der Katastrophe direkt betroffen sind", so die Bischofskonferenz von Malawi, nach den verheerenden Überschwemmungen im Süden und im Zentrum des Landes.
Vom 5. bis 7. März 2019 wurden diese Gebiete durch starke Regenfälle mit Sturmwinden verwüstet. Dies geschah in Folge des anhaltenden Tiefdruckgebiets im benachbarten Mosambik, in dem Hunderttausende von Menschen von den Überschwemmungen betroffen waren.. Von den Auswirkungen des Zyklons "Idai" ist auch Simbabwe betroffen.
In einer gemeinsamen Erklärung bekundeten die Bischöfe von Simbabwe ihr Beileid zum Tod von 45 Menschen und bitten um Spenden für die von den Fluten verursachten Schäden.
Die Bischöfe begrüßen die Entscheidung des Staatsoberhaupts infolge der Überschwemmungen um eine nationale Katastrophe auszurufen: dies trage dazu bei, die Bereitstellung von Hilfsmitteln durch internationale Partner zu beschleunigen. Dringende benötigt werden: Lebensmittel, Zelte, Medikamente, Wasserreiniger. Neben den 45 Todesopfern gibt es 577 Verletzte und rund 147.958 Familien (insgesamt 739.790 Menschen) mussten ihre Häuser verlassen. Nach Angaben des katholischen Hilfswerks CADECOM sind folgende Bezirke besonders betroffen: Nsanje, Chikwawa, Zomba, Mulanje, Thyolo, Chiradzulu, Phalomba, Blantyre, Neno, Danza, Balaka und Mangochi. (S.Z./L.M.) Fides

20. März 2019, Ouagadougou, BURKINA FASO: Suche nach dem vermissten Priester bisher erfolglos. – "Wir haben keine Neuigkeiten seit Pfarrer Joël nach der Messe in Bottogui am Sonntag, dem 17. März, verschwunden ist", so Bischof Laurent Dabiré von Dori im Norden von Burkina Faso an der Grenze von Mali, wo er seit vergangenem Sonntag Pater Joël Yougbaré, Pfarrer von Djibo, vermisst wird.
"Die Suche ist bisher erfolglos geblieben", so Bischof Dabiré, "Wir wissen nicht, was wir denken sollen. Pfarrer Joël wurde entweder unterwegs entführt. Oder er hat sich verirrt oder hatte einen Unfall". Der Bischof fügt jedoch hinzu, dass in die Region durch die Anwesenheit von Dschihadistengruppen sehr unsicher sei, weshalb man „sich große Sorgen" mache.
Fest steht, dass Pfarrer Joël Yougbaré nach der Sonntagsmesse in Bottogui entlang der Straße Djibo-Tongomayel-Nianguel-Sergoussouma-Bottogui in seine Gemeinde zurückkehrte. Als der Pfarrer Yougbaré um 16.30 Uhr noch nicht zurückgekehrt war, versuchte dessen Stellvertreter, Pfarrer Theodore Kpoda, ihn mehrmals auf dem Handy anzurufen, der jedoch nicht antwortete.
Erst Mitte Februar wurden ein spanischer Priester und vier Zollbeamte bei einem Anschlag im Osten von Burkina Faso getötet. Der italienischer Missionar, Pater Pierluigi Maccalli von der Gesellschaft der Afrikamissionen wurde am 17. September 2018 in Tillaberi entführt.(L.M.) Fides