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Afrikanachrichten in Kürze

20. Februar, 2018, Ahiara, NIGERIA - Stammeskonflikte: Herausforderung für die Kirche in Afrika. – Die auf Stammeskonflikten beruhende Krise in der nigerianischen Diözese Ahiara, "ist nur die Spitze des Eisbergs", so der ivorische Theologe Donald Zagore, von der Gesellschaft der Afrikamissionare (SMA). Die Entwicklung in der Diözese, die im Jahr 2012 begann, führte bis zum Rücktritt des Bischofs Peter Ebere Opkalaeke von Ahiara, der sich mit der Ablehnung von Priestern, Ordensleuten und Laien konfrontiert sah, die ihn als "einen Fremden im eigenen Land" betrachten.
"Wenn in der katholischen Kirche, deren Wesen selbst Gemeinschaft, Brüderlichkeit, Einheit bedeutet, die Mitglieder durch ethnische Konflikte gespalten sind, müssen wir uns ernsthaft die prophetische Frage stellen: Haben wir wirklich die Bedeutung unseres Glaubens in der heutigen Zeit verstanden?", so der Theologe Donald Zagore.
"Leider“, so der Ordensmann weiter, „müssen wir Tag für Tag feststellen, dass das Blut, Kultur und Stammeszugehörigkeit stärker und wichtiger sind als das heilige Wasser der Taufe. Das Paradigma der ‚Kirche als Familie Gottes’ in Afrika erscheint oft wie ein leeres Wort oder ein Trugbild. Wir bewegen uns immer mehr von der ‚Kirche als Familie Gottes’ weg hin zur Stammeskirche. Es muss deutlich gesagt werden, dass diese Haltung alles andere als christlich ist“.
"Der Tribalismus ist in keiner Weise charakteristisch für die Kirche Jesu Christi. Der einzige Wert bleibt der Wunsch, Gott zu dienen, indem man sich Seinem Willen unterwirft. Dieser Wunsch kann durch Liebe und Zusammenleben verwirklicht werden. Wie Christus müssen wir uns kategorisch weigern, uns von der Verflechtung in Stammesbeziehungen und ethnischen Bindungen vereinnahmen zu lassen, wir müssen offen sein für das Universelle, für jeden Mann und jede Frau, ungeachtet ihrer kulturellen, rassischen oder ethnischen Herkunft. Denn schon bei Paulus heißt es: „Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Mann und Frau, denn ihr seid alle einer in Christus Jesus (Galater 3,28). In dieser Richtung ist dringend eine effektive Pastoralarbeit notwendig", so der Theologe abschließend. DZ/AP Fides

20. Februar, 2018, Kinshasa, KONGO RD - Bischöfe beklagen Hasskampagne und Diffamierung im Vorfeld der Wahlen. – “Wir verurteilen die Kampagne der Diskreditierung und Diffamierung der katholischen Kirche und ihrer Bischöfe", so Kongolesische Bischofskonferenz (CENCO) in einer am Ende der außerordentlichen Vollversammlung (15. bis 17. Februar, Kinshasa) veröffentlicht wurde.
Die Bischöfe der Demokratischen Republik Kongo betonen, sie seien "zutiefst besorgt über die sehr ernst zu nehmende feindselige Haltung", im Vorfeld der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am kommenden 23. Dezember.
In ihrer Erklärung erinnern die Bischöfe an die "blutige Unterdrückung" der friedlichen Demonstrationen vom 31. Dezember 2017 und 21. Januar 2018, die vom Komitee der Katholischen Laien (CLC) organisiert worden waren. "Warum so viele Tote, Verletzte, Verhaftungen, Entführungen, Angriffe auf Pfarreien und kirchliche Gemeinschaften, Erniedrigung, Folter, Einschüchterung, Entweihung von Kirchen und Verbote zu beten?", fragen sich die Bischöfe, die daran erinnern, dass die Demonstranten im Rahmen ihrer friedlich Kundgebung nur die Umsetzung der Vereinbarung vom 31. Dezember 2016 forderten, die von der CENCO vermittelt worden waren.
„Die nationale und internationale Gemeinschaft ist Zeuge einer Reihe von Hass -, Diffamierungs - und Verleumdungskampagnen, die darauf abzielen, die moralische Stärke der Kirche, insbesondere von Kardinal Laurent Monsengwo (Erzbischof von Kinshasa), zu schwächen und die die Aufmerksamkeit der Bevölkerung von realen Problemen abzulenken", heißt es in der Erklärung.
Auch die zunehmende Unsicherheit in verschiedenen Provinzen bereitet den Bischöfen Sorge: "In Kasai, in Nord- und Süd-Kivu und in Ituri lässt die Präsenz von Kämpfern, die Tod und Verwüstung verbreiten an eine Belagerungs- und Balkanisierungsstrategie denken". "In diesem Stadium des Wahlprozesses hat man das Recht zu fragen: Wer profitiert von der Destabilisierung des Landes?", so die Bischöfe weiter.
"Zehn Monate vor der Wahl appellieren wir deshalb ein weiteres Mal an das Verantwortungsbewusstsein der Personen und Institutionen, die für die Vorbereitung und Organisation der Wahlen zuständig sind“, so die Bischöfe abschließend, „Durch die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria, unsere Lieben Frau des Kongo und Friedenskönigin, segne Gott die Demokratische Republik Kongo und ihr Volk". (L.M.) Fides

16. Februar, 2018, Johannesburg, SÜDAFRIKA: Bischöfe begrüßen Rücktritt von Präsident Zuma. – "Der Rücktritt von Präsident Jacob Zuma hätte bereits vor einiger Zeit stattfinden sollen", heißt es in einer Erklärung der Südafrikanischen Bischofskonferenz (SACBC) zum jüngsten Rücktritt des südafrikanischen Präsidenten.
Zuma trat zurück, nachdem die Führung seiner Partei Africa National Congress (ANC) am 13. Februar einen Misstrauensantrag gestellt hatte. Angesichts der Aussicht auf ein Misstrauensvotum, über das die Nationalversammlung am 15. Februar abstimmen sollte, gab Zuma am 14. Februar seinen Rücktritt bekannt.
Die Präsidentschaft war von schweren Korruptionsskandalen geprägt, die die Enttäuschung unter der Bevölkerung über die anhaltende Wirtschaftskrise zusätzlich wachsen ließ. "Die Tatsache, dass er sich trotz der überwältigenden und langjährigen Beweise seiner Untauglichkeit für das Amt in der wichtigsten Position halten konnte, hat dem internationalen Ruf unseres Landes und seiner Wirtschaft geschädigt und in besonderer Weise den Ärmsten und Schwächsten großen Schaden zugefügt", beklagen die Bischöfe.
Zuma wird persönliche Korruption und ein ausschweifendes Leben vorgeworfen, "so dass der Eindruck weit verbreitet ist, dass die Präsidentschaft Zumas die Standards der Moral und Ehre des öffentlichen Lebens verschlechtert und zu Korruption auf Regierungsebene geführt hat ".
Bereits am 15. Februar wählte die Nationalversammlung den ANC-Politiker Cyril Ramaphosa zum neuen Präsidenten des Landes.
Die Bischöfe hoffen nun, dass der ANC-Politiker deutliche Veränderungen herbeiführen wird und appellieren an di Führung der Partei mit der Bitte "eine gründliche Analyse ihrer internen Standards und Verantwortungsmechanismen durchzuführen“.
Seinen Rücktritt begründete Zuma unter anderem mit den Worten “kein Leben soll in meinem Namen verloren gehen“. Damit unterscheidet sich das ehemalige südafrikanische Staatsoberhaupt von seinen Amtskollegen in anderen afrikanischen Ländern, darunter die Demokratischen Republik Kongo, Uganda oder im lateinamerikanischen Venezuela.(L.M.) Fides

15. Februar, 2018, Wau, SÜDSUDAN: Bildung soll Teufelskreis von Armut und Krieg durchbrechen. – Die Loyola Secondary School (LSS) in Wau im Südsudan ist nicht nur Bildungseinrichtung, sondern auch Zufluchtsort. Hier finden Jungen und Mädchen die notwendige Ruhe, um eine Zukunft jenseits von Gewalt und Krieg gestalten zu können. „Die Qualität der Ausbildung ist ein wichtiger Faktor, wenn es darum geht, den Kreislauf der Armut zu durchbrechen. Wir hoffen dass unsere Institution dem Südsudan die Führungskräfte von morgen schenkt, die dem Land mit Integrität und Gerechtigkeit zu dienen wissen“ so der Rektor des Instituts, Pater Beatus Mauki (sj).
Die Loyola Secondary School wurde im Jahr 1982 von den Jesuiten gegründet und war lange Zeit wegen des Kriegs zwischen Nord- und Südsudan geschlossen. Mit der Unabhängigkeit des Südsudan wurde der Unterricht wieder aufgenommen und schon bald wuchs die Zahl der Schüler. Dann begann im Jahr 2013 ein neuer Bürgerkrieg zwischen der Armee und den Nuer-Milizen der bald zu einem Kampf zwischen rivalisierenden Banden wurde und das ganze Land betraf. In vier Jahren sind seither mindestens 50.000 Menschen gestorben. Tausende sahen sich zur Flucht aus ihrer Heimat gezwungen. Rund 40% der insgesamt 12 Millionen Einwohner können sich nicht angemessen ernähren.
Der Bürgerkrieg“ so der Schulleiter, „hat das Land verwüstet. Die Gefechte haben sich auf alle Provinzen ausgebreitet. Die Unterrichtstätigkeit wurde zwar reduziert, aber nicht unterbrochen. Der Loyola Secondary School mit ihren 580 Schülern und 35 Lehrern und sechs Jesuiten hat es geschafft, einen einzigartigen Raum zu schaffen, in dem jungen Menschen über ethnische Unterschiede hinweg friedlich miteinander zusammenleben. Die Schule bietet auch den Raum, um das volle Potenzial der Schüler auszuschöpfen und garantiert, dass sie ihre Jugend genießen können."
Dies ist im Südsudan eine Seltenheit, wo über 19.000 Kinder von den Milizen rekrutiert wurden und mindestens ein Drittel der Schulen beschädigt, zerstört, besetzt oder geschlossen wurde. Das Kinderhilfswerk Unicef hat 1.200 Fälle sexueller Gewalt gegen Minderjährige dokumentiert. Viele Kinder verloren ihre Eltern und müssen sich um die jüngeren Geschwister kümmern. In Anbetracht dieser Situation hat die Schulleitung mithilfe der Missionseinrichtungen der Jesuiten angefangen, den bedürftigsten Kindern Stipendien zu gewähren und ein nahrhaftes Frühstück anzubieten, das für viele Schüler die einige die einzige Mahlzeit des Tages ist. Fast 60% der Studenten leben in Flüchtlingslagern und einige von ihnen sind Waisen. P. Mauki schreibt dem Ernährungsprogramm "die Verbesserung der körperlichen und geistigen Fähigkeiten der Schüler und das Erlangen überdurchschnittlicher schulischer Leistungen zu“. (EC) Fides

14. Februar, 2018, Gitega, BURUNDI: Bildung ist die Priorität unseres Waisenhauses – „Bildung ist eine Priorität unseres Waisenhauses, weil davon die Zukunft der Kinder abhängt“, so die burundische Ordensschwester Capitoline Bedetse, Obere der Gesellschaft vom Guten Hirten in Gitega. Hier leitet die Ordensschwester auch ein 2001 gegründetes Institut für allein erziehende Mütter, das seit 2004 auch Kinder aufnimmt. „Sie wurden von ihren Müttern aus Armut abgegeben oder weil die Väter nicht bereit waren, sie anzuerkennen. Wir versuchen immer mit den Eltern den Kontakt zu halten, vor allem mit den Müttern, weil wir hoffen, dass sie eines Tages zu ihnen zurückkehren werden. Manchmal kommt die Mutter nach Jahren zurück und wir versuchen ihr zu helfen, die Beziehung mit dem verlassenen Kind wieder aufzubauen“. In der Einrichtung arbeiten 22 weitere Schwestern und 38 Novizinnen und Postulantinnen des Instituts vom Guten Hirten. Die Schwestern betreuen neben dem Heim auch den Kindergarten und die Grundschule. Zur Finanzierung ihrer karitativen Aktivitäten brachten die Schwestern auch ein kleines landwirtschaftliches Unternehmen auf den Weg: „Wir haben Felder gekauft, die wir bewirtschaften, um die die Produkte zu verkaufen“, so Schwester Capitoline. „Wir haben einige Kühe, die uns mit Milch für unsere Kinder versorgen und so versuchen wir die Kosten zu decken, einschließlich der Schulgebühren. Die meisten unserer Kinder sind Jungen und im Anschluss an die Grundschule besuchen sie das Internat eines religiösen Ordens hier in der Nähe“.
Von den insgesamt rund 10 Millionen Einwohnern Burundis sind etwa die Hälfte Kinder, die dort oft unter extrem schwierigen Bedingungen leben: Nach Angaben des Welthunger-Index leiden drei von fünf Kindern unter Wachstumsstörungen. Darüber hinaus ist der Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie Gesundheit und Bildung für viele bedürftige Menschen zu teuer.
Gitega, die zweitgrößte Stadt des Landes nach der Hauptstadt Bujumbura ist, wie der Rest von Burundi, sehr arm: "Hier leben die Menschen mit zwei Dollar am Tag", erklärt Schwester Capitoline. "Angesichts der Armut der Familien finden diese verlassenen Kinder keine Adoptiveltern. Doch wir engagieren uns dafür, dass sie gesund, gebildet und selbstbewusst aufwachsen", so die Schwester abschließend. (ER) Fides

9. Februar, 2018, Abuja, NIGERIA: Teile Nigerias in bürgerkriegsähnlichem Zustand. – „Verschiedene Teile Nigerias befinden sich in einem fast bürgerkriegsähnlichen Zustand", beklagen die Nigerianischen Bischöfe bei einem Treffen mit dem nigerianischen Staatspräsidenten Muhammadu Buhari.
Die Bischöfe erinnerten bei den Gesprächen daran, dass die Wahl von Buhari vor drei Jahren große Hoffnungen unter der Bevölkerung weckte und betonten in diesem Zusammenhang: "Zweifellos haben Sie bei ihrem Amtsantritt die Zustimmung der Nigerianer erfahren, da viele Sie als eine integre Person betrachten, die in der Lage ist, ein System zu korrigieren, das durch endemische Korruption fast gelähmt war". "Fast drei Jahre später hat man jedoch das Gefühl“, so die Bischöfe weiter, „dass dieses Wohlwollen der Bürger aufgrund offensichtlicher Versäumnisse der Regierung rasch geschwunden ist, worauf wir kraft unserer moralischen Verpflichtung hinweisen müssen“.
Das Hauptproblem sei die Gewalt in verschiedenen Gebieten Nigerias, die sich gerade dann wieder zugespitzt habe, "als das Land allmählich aus dem dunklen Tunnel der wirtschaftlichen Rezession herauskam“. Insbesondere prangern die Bischöfe "die gewalttätigen Übergriffe skrupelloser Menschen“ an, darunter auch „als Hirten getarnte Terroristen“. Dies führe „in vielen Teilen des Landes zu einer fast bürgerkriegsähnlichen Situation“.
„Wir fordern daher die Regierung nachdrücklich auf“, so die Bischöfe weiter, „ihre Verantwortung für den Schutz des Lebens und des Eigentums ihrer Bürger sehr ernst zu nehmen und sicherzustellen, dass solche sinnlosen Taten nicht wieder vorkommen. Die Nomadenzüchter mögen zwar dem Druck ausgesetzt sein, ihren Viehbestand zu retten und ihre Lebensgrundlagen zu sichern, aber dies darf niemals auf Kosten des Lebens anderer Menschen und ihres Eigentums geschehen".
Abschließend beklagten die Bischöfe auch zahlreiche Entführungen zum Zweck der Lösegelderpressung, die auch Priester und Ordensleute betreffen. "Wir müssen dem Gefühl der Straffreiheit derjenigen, die diese Verbrechen begehen, ein Ende setzen. Es muss deutlich gemacht werden, dass es in diesem Land eine Regierung gibt", so die Bischöfe abschließend. (L.M.) Fides

8. Februar, 2018, Accra, GHANA: Elektronikschrott soll mit Hilfe der Caritas nachhaltig entsorgt und recycelt werden. – Caritas Ghana hat eine Initiative zur Entsorgung des Elektronikschrotts ins Leben gerufen, der jedes Jahr aus den Industrieländern nach Ghana importiert wird. Insbesondere soll die dabei entstehende Toxizität reduziert und damit die Umwelt für künftige Generation geschützt werden.
In Agblogbloshie, ein Vorort der Hauptstadt Accra, befindet sich die weltweit größte illegale Müllhalde für Elektronikschrott. Dort leben und arbeiten rund 70.000 Menschen, die die recycelbaren Teile der Geräte wie zum Beispiel Kupfer sammeln. Dabei nutzen sie handwerkliche Methoden, die die Umwelt stark verschmutzen, so dass Agblogbloshie auch "Sodom und Gomorra" genannt wird. Jedes Jahr werden in Ghana rund 300.000 Tonnen Elektronikschrott entsorgt, von denen nur 1% in Übereinstimmung mit den internationalen Umweltschutzstandards recycelt wird. Über 200.000 Ghanaer arbeiten auf dem Gebiet der Wiederverwertung von Elektronikabfällen.
Im Rahmen des Projekt wird Caritas Ghana in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen die Sammlung, das Recycling und den Verkauf von elektronischen Abfallprodukten überwachen, damit die Freisetzung von Schadstoffen in die Umwelt verhindert werden und arme Bevölkerungsteile in ländlichen Gebieten ihren Lebensunterhalt sichern können, indem ihnen sauberes Wasser und erneuerbare Energiequellen zur Verfügung gestellt werden.
Der Geschäftsführer von Caritas Chana und der Abteilung für menschliche Entwicklung des Nationalen Katholischen Sekretariats (NCS), Samuel Zan Akologo, erklärt, dass man auch eine angemessene politische Antwort anstoßen will, damit, Politiker sich mit der "Bedrohung für Gesundheit und Umwelt durch die Belastung mit Elektronikschrott“ befassen.
Er fügte hinzu, dass Caritas Ghana im Rahmen von Aufklärungskampagnen und Bildungsangeboten auch in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für die Notwendigkeit einer Verhaltensänderung bei der Entsorgung von Elektronikschrott entstehen lassen will. Dabei arbeitet Caritas Ghana auch mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) zusammen, die technische Unterstützung zur Ausbildung von Mitarbeitern für die Sammlung und das Recycling von Elektroschrott bereitstellen wird. (L.M.) (Fides

8. Februar, 2018, Kinshasa, D.R. KONGO: Gedenkgottesdienst in der Kathedrale von Kinshasa für die Opfer der Demonstration vom 21. Januar. – Am morgigen 9. Februar findet in der Marien-Kathedrale in Kinshasa eine Messe zum Gedenken an die Opfer der Demonstration vom 21. Januar statt. Dies teilt das von der Erzdiözese Kinshasa offiziell anerkannte Koordinationskomitee der Katholischen Laien (CLC) mit.
Wie bereits bei einer Demonstration am 31. Dezember 2017 wurde auch dabei der Kundgebung vom vergangenen 21. Januar die Umsetzung des am 31. Dezember 2016 von der Regierung und der Opposition unterzeichneten Abkommens gefordert, im Hinblick auf demokratisch, frei, transparent und entsprechend der Verfassung zu organisierenden Wahlen. Bei beiden Kundgebungen wurden von Polizei und Armee mit Tränengas scharfer Munition aufgelöst. Unter den Toten befindet sich auch die Ordensanwärterin Thérèse Kapangala, deren Leiche nach einer langen Wartezeit am heutigen 8. Februar freigegeben werden soll. Die Beerdigung soll bereits morgen stattfinden.
Angehörige der jungen Frau, darunter ihr Vater, der selbst Polizist ist, werden zurzeit bedroht: Thérèse Kapangala ist zum Symbol des Kampfes für Demokratie im Kongo wo Präsident Joseph Kabila trotz seiner am 20. Dezember 2016 abgelaufenen Amtszeit immer noch an der Macht ist.
Die dramatische Situation in der Demokratischen Republik Kongo hat Papst Franziskus veranlasst, für den kommenden 23. Februar einen besonderen Tag des Gebets und Fastens für den Frieden in der Welt und insbesondere in der Demokratischen Republik Kongo und im Südsudan zu auszurufen. (L.M.) Fides

6. Februar, 2018, Johannesburg, SÜDAFRIKA: Bischöfe zu Rücktrittsforderungen gegen Präsident Zuma: “Wohl des Landes ist Priorität“. – „Wir bitten Präsident Zuma darum, dass er sich wie ein Staatsmann verhält und das Wohl des Landes als Priorität betrachtet", so die Südafrikanische Bischofskonferenz (SACBC) in einer Stellungnahme zur politischen Situation in Südafrika, wo Präsident Jacob Zuma dem Druck seiner eigenen Partei, dem Africa National Congress (ANC) ausgesetzt ist, die einen Rücktritten noch vor dem Ende seiner Amtszeit Ende 2019 fordert. "Die SACBC lädt alle ein, die politische Entscheidungen treffen, sich insbesondere hinsichtlich der zukünftigen Rolle von Präsident Zuma, in Ruhe und Geduld zu üben", bekräftigt die die Bischöfe in ihrer Botschaft.
Die ANC-Führung hat für den morgigen 7. Februar eine Sondersitzung des Parteivorstands einberufen, in der nach Meinung von Beobachtern, die Partei Zuma zum Rücktritt auffordern könnte. Die Präsidentschaft von Zuma ist stark von Skandalen und Korruption sowie von einer schweren Wirtschaftskrise geprägt. Die Position des Staatsoberhaupts wurde zusätzlich dadurch geschwächt, dass er im Dezember an der Parteispitze durch den Vizepräsidenten Cyril Ramaphosa, einem Widersacher in den Reihen der eigenen Partei, abgelöst wurde. (L.M.) Fides

5. Februar, 2018, Kolowaré, TOGO: Datum für den Beginns des Dialogs festgelegt. – Wie der staatliche togoische Fernsehsender berichtet, soll am 15. Februar in Lomé ein Dialog beginnen. Eine offizielle Erklärung diesbezüglich wurde vom ghanaischen Minister für Sicherheit, Albert Kan-Dapaah, und vom Staatsminister im Präsidentenamt von Guinea, Tibou Kamara im Auftrag der jeweiligen Präsidenten Nana Akufo-Addo und Alpha Condé unterzeichnet, die im Namen der Wirtschaftsgemeinschaft der westafrikanischen Staaten (ECOWAS) zwischen Regierung und Opposition in Togo vermitteln sollen, um eine Lösung in der togoische Krise herbeizuführen.
Die Delegierten der beiden Vermittler waren bereits am 31. Januar und am 1. Februar in Lomé anwesend, um Gespräche mit der Regierung und dem Bündnis der 14 Oppositionsparteien zu führen, die seit fünf Monaten fast wöchentlich Proteste organisierten und den Rücktritt von Präsident Gnassingbé fordern.
"Das Datum wurde mit den Vertretern beider Parteien vereinbart", heißt es in der offiziellen Erklärung. Dabei fordern die Vermittler jedoch, dass von Beginn des Dialogs an und während der Verhandlungen keine Demonstrationen stattfinden.
Unterdessen fordert die Opposition von der Regierung, dass Befriedungsmaßnahmen fortgesetzt werden, darunter der Rückzug der Sicherheitskräfte aus dem Norden und die Freilassung von Aktivisten der Opposition, die während der verschiedenen Demonstrationen und bei den Bränden auf den Märkten in Kara und Lomé festgenommen wurden. "Diese Maßnahmen sind nicht verhandelbar und müssen vor Beginn der Verhandlungen umgesetzt werden", warnte so ein führender Vertreter des Oppositions-Bündnisses.
Dazu betonten die Vermittler aus Ghana und Guinea, dass die Inhaftierten nach Prioritätsverfahren und unter Berücksichtigung mildernder Umstände "gemäß den rechtlichen Verfahren des Landes verurteilt werden". (SG/AP) Fides

5. Februar, 2018, Nairobi, KENIA:Bischöfe fordern Respekt der in der Verfassung verankerten grundlegenden Freiheiten. – "Wir sind tief besorgt über die verfassungswidrigen Handlungen sowohl der Regierung als auch der Opposition", so die Bischöfe Kenias in einer gemeinsamen Erklärung.
Die Bischöfe fordern zunächst vor allem die Achtung der Pressefreiheit, nachdem vor einer Woche drei der wichtigsten privaten Fernsehsender des Landes verdunkelt wurden, um die Ausstrahlung der „Vereidigung“ von Raila Odinga als Staatsoberhaupt zu verhindern. Odinga hatte bei den Wahlen vom 26. Oktober gegen Präsident Uhuru Kenyatta verloren.
Die Verdunkelung der Medien "ist an und für sich ein regressiver Schritt und ein bewusster Versuch, die positiven Bestimmungen, die das Land und seine Bevölkerung in der Verfassung als Gesellschaftsvertrag festgelegt haben, zu untergraben", so die Bischöfe, die daran erinnern die Pressefreiheit durch den Artikel 34 der Verfassung und verschiedene von Kenia ratifizierte internationale Abkommen garantiert wird.
Am heutigen dem 5. Februar löste die Polizei unterdessen eine Protestkundgebung mit Tränengas auf, bei der rund einhundert Demonstranten versucht hatten, zu den Regierungsbüros in der Innenstadt von Nairobi zu gelangen, um dort die Wiedereröffnung der drei geschlossenen Fernsehsender zu fordern.
"Sowohl die Opposition als auch die Regierung müssen auf jede Form von Aufhetzung verzichten, die die Spaltung der kenianischen Bevölkerung weiter vertiefen könnte", fordern die Bischöfe, die an die staatlichen Stellen und die einzelnen Beamten appellieren, damit diese „die Prinzipien und den Geist der Verfassung und damit Menschenrechte und Grundfreiheiten respektieren“.
Abschließend laden die Bischöfe die Katholiken des Landes zur Teilnahme an der Fastenaktion 2018 ein, die am kommenden 10. Februar in der Erzdiözese Kisumu eröffnet wird, und deren Thema lautet "Versöhnung für friedliches Zusammenleben und Integration ... Gerechtigkeit für alle". (L.M.) Fides

2. Februar, 2018, ALGERIEN: Geschichten des Martyriums”. – Der Heilige Stuhl erkannte vor kurzem das Martyrium von Bischof Pierre Claverie von Oran und 18 Gefährten, darunter Priester und Ordensleute, an, die in den Jahren von 1994 bis 1996 in Algerien ermordet wurden.
Am vergangenen 26. Januar wurde nach der Genehmigung durch den Heilige Vater das Dekret zur Anerkennung des Martyriums von Bischof Pierre Claverie von Oran und von 18 Gefährten veröffentlicht. Nach Schätzungen kamen in den Jahren der allgemeinen Krise und der sozialen Spannung in Algerien insgesamt fast zweihunderttausend Menschen gewaltsam ums Leben. Zu der Krise war es 1992 mit der Annullierung der Wahl gekommen, die damals die Islamische Front „FIS“ gewonnen hatte. Der islamistische Terrorismus richtete sich insbesondere auch gegen Ausländer und die kleine katholische Gemeinde, die größtenteils aus europäischen Missionaren bestand, aber "dies hat nichts mit religiöser Intoleranz zu tun", erklärte Bischof Henry Teissier, damals Erzbischof von Algier, mehrfach. "Die Welle der Gewalt, die Algerien heimgesucht hat, ist ein Kampf um Macht als Selbstzweck. Was ernster ist, ist, dass die Machthaber versuchen Gewalt mit religiösen Gründen zu legitimieren" .
An der Seite des algerischen Volkes sind wir in den Strudel einer Krise geraten, deren Ende noch nicht abzusehen ist", schrieben die algerischen Bischöfe in ihrer Botschaft vom 2. Januar 1994 über den Ernst der Lage. „Wir wissen nicht, was die Zukunft für uns bereithält. Wir müssen uns gegenseitig helfen... In diesen Zeiten der Ungewissheit, müssen wir unsere Arbeit gewissenhaft tun, im Wissen darum, dass wir zusammen mit unseren algerischen Freunden die Grundlagen für die Zukunft schaffen. Zuallererst möchten wir Gott für diese Gelassenheit und Beständigkeit inmitten der manchmal quälenden Schwierigkeiten des Alltags danken. "
Alle ermordeten Missionare waren sich der Risiken bewusst, denen sie ausgesetzt waren, und auf die Aufforderungen ihrer jeweiligen nationalen Regierungen, ihres Ordens oder der Bischöfe der Ortkirchen, das Land zu verlassen, hatten sie meist noch wenige Tage vor ihrer Ermordung geantwortet, dass sie das nicht tun würden, da sie das Land und die Leute liebten und die Mission, die der Herr ihnen anvertraut hatte. (L.M.) Fides

Unter den 18 ermordeten Missionaren sind auch die vier Afrikamissionare, die am 27. Dezember 1994 in Hof ihres Pfarrhauses in Tizi Ouzou ermordet wurden. Es waren Alain Dieulangard (75), Charles Deckers (70), Jean Chevillard (69) und Christian Chessel, (36).