Neuigkeiten

Afrikanachrichten in Kürze


26. Juli 2017, Kairo, ÄGYPTEN -Koptische Kirche: Sensibilisierungskampagne gegen Verstümmelung weiblicher Geschlechtsorgane. – Die koptische orthodoxe Kirche startet unter ihren Gläubigen eine intensive Kampagne zur Sensibilisierung gegen die Praxis der Infibulation und der Verstümmelung der weiblichen Genitalien, die nach wie vor auch unter koptischen Christen in verschiedenen Gegenden Oberägyptens verbreitet ist. Der Aufruf zur Sensibilisierung an alle koptischen Gemeinden auch hinsichtlich der Gefahren und schweren physischen und psychologischen Folgen dieser Praxis kam – nach Angabe der Medien, die die Situation der Kirche in Ägypten regelmäßig verfolgen – direkt von Patriarch Tawadros II. Für die Sensibilisierungskampagne werden verschiedene Mittel heran gezogen, wie z.B. Warnschilder gegen die Infibulation, die in der Nähe der Kirchenräume angebracht werden, in denen die Taufen stattfinden. Aber sowohl der Patriarch als auch die koptischen Bischöfe zählen vor allem darauf, dass die Gläubigen sich mit der Zeit kritisch mit dieser Praxis auseinandersetzen, und dass vermehrt Vorbereitungskurse auf die Ehe und Begegnungen für Ehepaare zu diesem Thema angeboten werden.
Die historischen Ursprünge der Praxis der Infibulation sind mit im antiken Ägypten verbreiteten Gebräuchen verbunden. Deshalb bedeutet das arabische Wort für diese Praxis so viel wie „pharaonische Infibulation“ (al khitan al fira'uni). Die Infibulation und die weibliche Beschneidung taucht im Koran nicht auf; der Islam als solcher fordert keinerlei Verstümmelung der weiblichen Geschlechtsorgane. Die Praxis der Infibulation ist in der koptischen Kirche zwar verboten, hält sich aber nach wie vor auch in den christlichen Gemeinden in Oberägypten und am Horn Afrikas, in Eritrea un Äthiopien (und auch im Niger), als Überrest von Stammessitten aus der Zeit vor der apostolischen Predigt. (GV) Fides

26. Juli 2017, Abuja, /NIGERIA - Justitia et Pax: “Nein zum Gesetz das Weiden auf freiem Grund gestattet. – “Die Gewalttaten und Zerstörungen von landwirtschaftlichen Gebieten durch die Nomadenhirten sind zu einem Problem geworden, das wir vor allem im Middle Belt nicht vernachlässigen dürfen“ heißt es in einer Erklärung der bischöflichen Kommission Justitia et Pax der Kirchenprovinz Benin im Süden Nigerias.
Die katholische Kirche klagt seit langem über die von den Fulani-Hirten verursachten Gewalttaten und Schäden, die bei ihren Nord-Süd-Wanderungen in die Felder der dort ansässigen Bauern eindringen. Dies ist ein alter Konflikt, der inzwischen jedoch riskiert religiösen Charakter anzunehmen, da die Fulani (oder Peuls, wie sie in den Anrainerländern genannt werden) Muslim sind und die Bauern in der Regel Christen.
Justitia et Pax zeigt sich bestürzt über das Gesetz, das den Nomadenhirten gestattet, Weiden auf freien Gebieten zugesteht, und ist der Meinung, dass die einzelnen Staaten der Föderation die Befugnis haben sollten, das Weiden auf freiem Land vor allem in den südlichen Gegenden des Landes zu verbieten, wo das Weiden nicht verbreitet ist“.
„Wir empfehlen daher allen Staaten von Süd-Nigeria ein Gesetz zur Festschreibung des Weideverbots zu erlassen“, heißt es weiter in dem Dokument. „Wir verurteilen scharf die Ermordungen und Angriffe auf die Menschen und die landwirtschaftlich genutzten Gebiete und fordern die Regierung der Föderation auf, sich dem Problem zu stellen, indem sie die für die Verbrechen Verantwortlichen als abschreckende Maßnahme verhaftet“:
Justitia et Pax erklärt abschließend ihre Sorge wegen des „ständig wachsenden Menschenhandels“ und fordert exemplarische Strafen für die Drahtzieher dieses „entmenschlichenden Handels“; das sollte als Abschreckung für andere Trafikanten oder für diejenigen, die vom Geschäft des Menschenhandels angezogen sind. (L.M.) Fides

26. Juli 2017, Dakar, SENEGAL - Start-up gegen den Handel mit gefälschten Medikamenten. – Man nimmt an, dass ca. 10 Prozent der in Umlauf befindlichen Medikamente in aller Welt gefälscht sind; das entspricht einer Summe von 85 Milliarden Euro, wie das Forschungsinstitut gegen gefälschte Medikamente in Paris angibt. Im subsaharischen Afrika sind das 30 Prozent nach Angaben der Forscher. Angaben der Weltzollorgansation ist Indien ist das Land, aus dem die meisten illegalen, geschmuggelten, schlecht verpackten oder abgelaufenen Medikamente kommen. Angesichts der Tatsache, dass es den Staaten nicht gelingt dieses Phänomen unter Kontrolle zu halten, haben einige Start-up-Firmen praktische Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt. Eine davon, die senegalesische Jokko Santé, hat den Begriff „virtuelle Apotheke“ geprägt, die sich noch in der Pilotphase befindet.
Die Start-up liefert auch ein „Adoptionssystem“ , über das große pharmazeutische Firmen in einem Land, in dem mehr als 50 Prozent der Bewohner keinerlei Krankenversicherung haben, kostenlose Arzneimittel an zahlungsunfähige Personen verteilen.
Eine andere Start-up, Sproxil, 2009 gegründet, ermöglicht den Benutzern die Echtheit von Medikamenten zu prüfen; dies auch über Mobilfunk mit einem Identifikationscode. Sproxil hat seit ihrer Gründung mehr als 50 Millionen SMS-Kontakte in Afrika und Indien registriert. Auf einem im vergangenen April in Liberia veranstalteten Gipfeltreffen hat die Wirtschaftsgemeinshaft der Westafrikanischen Staaten (Cedeao) den Beginn einer Untersuchung über den Handel mit verfallenen oder gefälschten Medikamenten angekündigt ebenso wie eine Kampagne zur Sensibilisierung. Das Problem des Zugangs zu Medikamenten betrifft die schwächsten Schichten der Bevölkerung, die nicht über ausreichende Mittel verfügt, um reguläre Medikamente zu kaufen. Daher müssen sie Erzeugnissen zweifelhaften Ursprungs greifen. 2013 starben 122 Millionen Kinder in Afrika an Malaria wegen zwei Anti-Malaria-Mitteln; eines davon war gefälscht, das andere wirkungslos. (AP) Fides

25. Juli 2017, Kinshasa, DR KONGO - “Bedingungslose Befreiung unserer Mitbrüder“: Appell des Säkular-Klerus von Butembo-Béni. – Wir sind tief bestürzt über die Entführung unserer Mitbrüder und fordern ihre bedingungslose Befreiung“. Mit dieser Erklärung haben die Säkular-Geistlichen der Diözese Butembo-Béni an die Entführer der beiden Priester , Don Charles Kipasa und Don Jean Pierre Akilimali, appelliert, die am Sonntag 16.Juli von bewaffneten Männern in der Kirchengemeinde von Bunyuka an der Peripherie von Butembo von bewaffneten Männern gekidnappt wurden).Der Appell an die Entführer ist in einem Brief veröffentlicht, der zu Ende der alljährlichen spirituellen Einkehr des Säkularklerus der Diözese mit ihrem Bisch, S.E. Mons. Melchisédech Sikuli Paluku verteilt wurde. Die Priester klagen darüber, wie unsicher die Gegend ist „durch die nächtlichen Raids, die Angriffe mit Stich-und Feuerwaffen, die Ermordungen, Raubüberfälle und Vergewaltigungen, das Wiederauftauchen von bewaffneten Banden, die neben den zahlreichen Ermordungen eine massive Abwanderung der Bevölkerung mit sich bringt. Derartige Aktionen sind erniedrigend für den Menschen und schänden sowohl die Personen als auch die geweihten Orte und Güter. Es ist ein Sakrileg , eine Entweihung“.
In dem Schreiben wird an den Blutzoll erinnert, den die Kirche für die Morde seitens der verschiedenen bewaffneten Gruppen in der Diözese zahlen musste: Es geht insbesondere um die Tötung von Don Romain Kahindo Kyavuyirwe (ermordet im Oktober 2002) und Don Christian Mbusa Bakulene, die Entführung der Assumptionisten-Patres, Jean-Pierre Ndulani, Anselme Wasikundi und Edmond Bamutute, aus ihrer Gemeinde Notre-Dame des Pauvres di Mbau, 22km von Beni entfernt und den Mord an einem anderen Assumptionistenpater, Vincent Machozi, der jahrelang die illegale Ausbeutung des Coltan angeprangert hat.
Angesichts dieser neuen Gewalttat an Priestern richtet sich der Klerus von Butembo-Béni an die Entführer: „Was zu viel ist zu viel“, und verweist auf ihre Verantwortung und appelliert schließlich an ihr Gewissen, „unsere Don Abbé Charles Kipasa und Don Jean-Pierre Akilimali lebend zu befreien, damit sie ihre Pastoralmission weiter ausüben können“.(L.M.) Fides

25. Juli 2017, Juba, SÜD-SUDAN - “Tausende Frauen, Mädchen und Männer Opfer der Kriegsvergewaltigungen“ – Vorsätzliche sexuelle Gewalt in großem Umfang gegen über tausenden Frauen, Mädchen und Männern, wobei die Opfer, nach ethnischen Kriterien ausgewählt wurden: Das bringt Amnesty International in einem Bericht über sexuelle Gewalttaten in Süd-Sudan zur Anklage. Der Bericht stützt sich auf Interviews mit 168 Vergewaltigungsopfern im Süd-Sudan sowie in den Flüchtlingslagern in Uganda. Der Süd-Sudan ist seit Dezember 2013 durch den Bürgerkrieg aus der Bahn geraten, in dem Präsident Salva Kiir und Ex-Präsidenten Riek Machar sich als Kontrahenten gegenüber stehen. Der Krieg hatte von Anfang an einen ethnischen Konflikt zwischen den Dinka (Ethnie des Präsidenten) und Nuer (Ethnie Machars) als Merkmal. Dem Amnesty-Bericht zufolge - „Hüllt euch nicht in Schweigen“ benutzen alle Seiten des Konflikts die Vergewaltigung als Waffe, um die gegnerische Ethnie physisch und psychologisch zu zerstören.
Die Vergewaltigungen kommen nicht nur während der Kampfhandlungen vor, sondern auch in den Flüchtlingslagern, wo Millionen Menschen auf der Flucht vor dem Krieg sind. Im Bericht werden 16 Interviews mit Männern aufgezeigt, die bestätigen, dass sie kastriert wurden oder deren Hoden mit Nadeln gelöchert wurden.
„Die Angriffe scheinen dazu zu dienen, die Opfer zu terrorisieren, zu erniedrigen und zu beschämen und in einigen Fällen, um die Männer gegnerischer politischer Gruppen zeugungsunfähig zu machen“, so Amnesty International.
Nach einen im vergangenen Jahr veröffentlichten Bericht der UNO bestätigen 70 Prozent der in Flüchtlingslagern der UN in der Hauptstadt Juba aufgenommenen Frauen, seit Beginn des Krieges sexueller Gewalt ausgesetzt waren. (L.M.) Fides

24. Juli 2017, Lagos, NIGERIA - Eines der Länder der Erde mit dem größten Diskrepanz bei Einkommen und Rechten. – In Nigeria stellt die Diskrepanz der Einkommen eines der schwerwiegendsten, aber oft nur wenig beachteten Probleme dar. Einer kürzlichen Studie von OXFAM und der Gruppe Development Finance International zufolge steht Nigeria in der Liste der 152 nach ihren „Anstrengungen zur Verminderung der Ungleichheit“ gemessenen Länder an letzter Stelle. Die Sozialaufwendungen des Landes für Gesundheitswesen, Unterrichtswesen und sozialen Schutz sind danach „beschämend niedrig“ und „lassen einen äußerst geringen Sozialschutz für die Bürger“ erkennen. Nach den Fides überstellten Berichten zufolge ist die Zahl der in Nigeria in Armut lebenden Menschen von 69 Millionen im Jahr 2004 auf 112 Millionen im Jahr 2010 angestiegen, obwohl das Land eine Wachstumsrate von 7 Prozent verzeichnete. Im selben Zeitraum sieg die Anzahl der Millionäre in Nigeria um 44 Prozent.
Außerdem leben ca. 86 Millionen Menschen in extremer Armut. Es heißt, dass der reichste Mann im Land jeden Tag 8000mal mehr verdient als ein armer Landsmann in einem Jahr, nur um das Nötigste kaufen zu können. Nach Angaben der UN leiden über 4,7 Millionen Menschen unter der Ernährungsunsicherheit in der Region, während 49 Prozent der jungen Menschen unterbeschäftigt oder ganz ohne Arbeit sind.
Im letzten Jahr stand Nigeria am 118. Platz in der Einstufung der 144 Länder, die in dem Weltbericht über den Gender Gap erfasst sind. Die wirtschaftlichen und Herausforderungen sowie die der Schulbildung an die armen Nigerianer sind für die Frauen sehr viel schwerer. Unter den ärmsten Schichten der Gesellschaft gehen 75 Prozent der Frauen nicht zur Schule, in den städtischen Gebieten erhalten 51 Prozent von ihnen keinerlei Schulbildung – das Doppelte gemessen an den Männern. (AP) Fides

22. Juli 2017, Kinshasa, DR KONGO - Rückzug der Blauhelme aus Walikale: Bevölkerung fürchtet Gewaltwelle und bereitet sich auf Flucht vor. – Die Bevölkerung befindet sich in Alarmzustand im Gebiet von Walikale, in der Provinz Nord Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo nach der Ankündigung, dass fünf Basen der Blauhelme der MONUSCO (UN-Mission in der DR Kongo) geschlossen werden.
Angaben des Leiters von Radio 7sur7.cd zufolge– einem Gemeinschaftsender der Gegend – treffen im Sender weiterhin besorgniserregende Botschaften von Bewohnern ein. Die Bevölkerung bereitet sich darauf vor das Gebiet zu verlassen aus Furcht, dass mit dem Abzug der Blauhelme seitens einiger bewaffneter Gruppen in der Gegend wieder Gewalt ausbrechen wird. Einige Bewohner haben Straßensperren errichtet, um den Durchzug der Blauhelme zu verhindern, aber laut Radio 7sur7 cd. geht ein progressiver Abzug der UN-Truppen aus der Gegend vor sich.
Am 19. Juli wurde in einem Kommunique der MONUSCO angekündigt, dass die Schließung der 5 Camps der Blauhelme im Bereich Walikale, Masisi und Lubero bis 31. Juli abgeschlossen wird. Es handelt sich um die Basen Walikale-Zentrum und Bunyapuri (Territorium Walikale), Masisi-Zentrum und Nyabiondo (Territorium Masisi) sowie Luofu (Territorium Lubero).
In den vergangenen Tagen hatten 23 Bürgervereinigungen in Walikale ein Schreiben an den Repräsentanten des UN-Generalsekretärs in der DR Kongo geschickt mit der Bitte den Rückzug noch einmal zu überdenken.
Die Schließung der Basen ist Teil der Reduzierung der MONUSCO-Kräfte von 19.815 auf 16.215 Soldaten, die mit Resolution Nr. 2348 am 31. März vom UN-Sicherheitsrat gebilligt wurde. (L.M.) Fides

21. Juli 2017, Kinshasa, DR KONGO - Beni: Drei Tage „tote Stadt“ um die Freilassung von entführten Priestern zu erreichen. - Drei Tage „tote Stadt“, um die sofortige Freilassung von zwei Priestern zu erwirken, die am Sonntag 16. Juli entführt wurden. Das hat gestern am 20. Juli die Bürgerschaft von Beni in der Provinz Nord Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo bekannt gegeben. Die beiden Priester, Don Pierre Akilimali und Don Charles Kipasa wurden in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli von Unbekannten in der Gemeinde von Notre Dame des Anges in Bunyuka entführt, im Gebiet von Bashu in der Diözese Beni-Butembo entführt.
Der Appell zur Mobilisierung wurde von der Bevölkerung positiv aufgenommen. Seit gestern Morgen sind alle Geschäfte in den Orten Vuhovi, Kyondo, Bunyuka, Butungera und Bulambo geschlossen. „Wir fordern die sofortige und bedingungslose Freilassung unserer beiden Geistlichen aus der Gemeinde Bunyuka”, erklärte Moïse Paluku, der Vizepräsident der Zivilgesellschaft von Beni. „Aber wir wollen auch Klage führen über den Mangel an Sicherheit in der Gegend von Bashu, vor allem das Wiederauftreten von nächtlichen bewaffneten Raids mit Ermordungen, bewaffneten Überfällen, Entführungen, Diebstahl und sexueller Gewalt“.
Einem Bericht vom Radiosender Okapi zufolge, der die Diözese von Butembo-Beni kontaktiert hatte, gibt es bislang keine Informationen über das Schicksal der beiden Priester. (L.M.) Fides

21. Juli 2017, Yaoundé, KAMERUN - Tod des Bischofs von Bafia: Bischofskonferenz erhebt Anklage wegen Mordes. - Die Bischöfe von Kamerun haben ein gerichtliches Verfahren wegfen des Todes von S. E. Mons. Jean-Marie Benoît Bala, Bischof von Bafia, eingeleitet. Seine Leiche wurde am 2. Juni im Fluss Sanaga geborgen. Die Bischöfe haben unmittelbar danach geklärt, dass Mons. Bala Opfer eines Gewaltverbrechens wurde und damit die These vom Selbstmord dementiert. „Mons. Bala wurde brutal ermordet“, heißt es in einer Erklärung der Bischofskonferenz. Am 4. Juli hat aber der Oberstaatsanwalt ein Kommuniqué veröffentlicht, in dem er erklärt, dass das „Ertrinken des Bischofs der wahrscheinlichste Grund für des Bischofs“ ist.
S. E. Mons. Samuel Kleda, Erzbischof von Doula und Vorsitzender der Bischofskonferenz Kameruns hat betont, dass die „Bischöfe nicht zufrieden sind“ mit den bisher erfolgten Untersuchungen im Fall des Todes von Mons. Bala. Deshalb, so Mons. Kleda, hat die Bischofskonferenz Anzeige wegen Mord erstattet, damit „die Wahrheit ans Licht kommen kann“. Mons. Kleda hat hinzugefügt, dass auch gegen einige Polizeibeamte Anzeige wegen nachlässiger Behandlung des Falls erstattet wird.
„Wenn Mons. Bala ertrunken wäre, hätte man noch Wasser in seinem Körper gefunden, aber das war nicht der Fall. Stattdessen wurden mehrere, klare Anzeichen von Gewaltanwendung gefundn“, sagte der Erzbischof. Der Leichnam von Mons. Bala wurde am 17. Juni von den Behörden für die Beerdigung freigegeben, die am 2. August in Bafia stattfinden wird. (L.M.) Fides

21. Juli 2017, Kairo, ÄGYPTEN - Kopte stirbt in Haft in einem Polizeirevier. Verwandte und Freunde: Er wurde zu Tode gefoltert. – Hunderte von Ägyptern, die hauptsächlich der koptischen Gemeinde angehören, habe sich spontan vor dem Polizeirevier des Stadtviertels Manshiet Nasser versammelt, um ihrer Wut Ausdruck zu verleihen, nachdem die Nachricht von der Tötung eines verhafteten bekannt wurde. Dieser hieß Jamal Kamal Aweidah, 40 Jahre alt; er arbeitete in der Führersteinstelle und wurde am Mittwoch, 19. Juli von der Polizei verhaftet, nachdem er wegen eines mit seinem Beruf zusammenhängenden Betrugs-und Korruptionsfalls angezeigt worden war.
Sein Bruder ist sofort umgehend zu dem Revier gegangen, aber er durfte ihn nicht sehen. 10 Stunden nach der Festnahme wurde die Nachricht vom Tod Jamals verbreitet. Die Beamten der Polizeistation haben versucht seinen Tod als Selbstmord zu deklarieren. Aber seine Angehörigen sind wie viele andere der Meinung, dass der Gefangene zu Tode gefoltert wurde.
Die Justizbehörden haben eine Autopsie des Toten verfügt. Vor diesem Vorfall waren bereits im Dezember einige Polizeibeamten vor Gericht mit der Anklage den katholischen Kopten Magdy McCain zu Tode gefoltert zu haben. (GV) Fides

20. Juli 2017, Kinshasa, DR KONGO - Parlamentswahlen verschoben; Überlegungen möglicher Transition ohne Kabila. - Die Ansage vom 7. Juli des Vorsitzenden des Wahlausschusses der Demokratischen Republik Kongo, Corneille Nangaa, dass die ihm zur Verfügung stehenden Parameter die Organisation von allgemeinen Wahlen bis Dezember 2017 (gemäß der Vereinbarung vom 31. Dezember 2016) nicht gestatten, „ist keine Überraschung; das war seit langem zu erwarten“, heißt es in einer Note an Fides vom Sender 'Frieden für den Kongo'.
Es wird daran erinnert, dass die Frist Dezember 2017 „für die Durchführung der Wahlen völlig unrealistisch war“, da sie von den Oppositionsgruppierungen als Druckmittel gegenüber der Präsidentenmehrheit und vor allem gegenüber Joseph Kabila durchgesetzt wurde, der am Ende seines zweiten und letzten Mandats steht, das am 20. Dezember 2017 ausläuft“.
Der Vorsitzende des Wahlausschusses hat insbesondere drei Hinderungsgründe für die Durchführung der Wahlen vor Jahresende genannt: die Unzulänglichkeit gewisser Gesetze – darunter das Wahlgesetz – die abgeändert und auf den neusten Stand gebracht werden müssten, damit die Vorbereitungsarbeiten für die Wahlen erfolgen können; die nicht erfolgte Schaffung des nationalen Kontrollrates für die Vereinbarung vom 31. Dezember 2016 (CNSA), der auch mit Überwachung des Wahlgeschehens beauftragt ist; die unsichere Lage in manchen Provinzen, vor allem im Kasai, wo aufgrund der ständigen Scharmützel zwischen Armee und Kamwina Napu-Milizen die Erfassung der Wähler noch nicht begonnen hat.
In der DR Kongo gibt es 500 Parteien; die meisten davon sind nur auf Lokalebene präsent. Es ist daher notwendig – so der Vorschlag der Wahlkommission – Parteienkoalitionen hzu schaffen, um die Dimensionen der Wahlzettel und der Urnen zu begrenzen und somit auch die Kosten auf nationaler Ebene einzuschränken.
Für die Überwindung der Krise bestehen zwei Möglichkeiten: eine kurze Transitionsphase ohne Kabila mit einem provisorischen Staatsoberhaupt zur Vorbereitung der Wahlen; oder separate Wahlen, d.h. erst die Präsidentenwahl und die landesweiten Parlamentswahlen und danach erst die Provinzwahlen. (L.M.) Fides

20. Juli 2017, Johannesburg, SÜDAFRIKA - Die Bischöfe: “NEIN zur Erfassung der Geistliche . - “Der Gesetzesvorschlag zur Erfassung der Geistlichen ist übertrieben und eine Antwort, wie man sie eher von einem totalitären Staat anstatt von einer konstitutionelle Demokratie erwarten kann“, bemerkte S.E. Mons. Brislin, der Erzbischof von Kapstadt und Vorsitzende der Southern African Catholic Bishops’ Conference (SACBC), als er auf den Vorschlag vom 11. Juli der Commission for the Promotion and Protection of the Rights of Cultural, Religious and Linguistic Communities in South Africa, die Geistlichen aller Religionen im Land zu registrieren. Die Liste der Geistlichen soll von den verschiedenen Konfessionen ausgefüllt werden, die ihrerseits vom Staat anerkannt werden und sich einer Untersuchung seitens eines dafür gegründeten Komitees unterziehen müssen.
„Wir haben volles Verständnis für die Sorgen der Regierung hinsichtlich bestimmter, im Namen der Religion ausgeführten Praktiken, z.B. die Mitglieder Benzin trinken oder Gras essen zu lassen. Wir glauben jedoch, dass die bestehenden Gesetze ausreichend sind, den meisten gefährlichen Praktiken Einhalt zu gebieten“, betonte Mons. Brislin. Auch andere Konfessionen haben den Plan zur Erfassung der Geistlichen kritisiert. (L.M.) Fides

20. Juli 2017, Bangui,ZENTALAFRIKA „Kinder in Bangui heilen wie in - Ein großes Zeichen der Hoffnung für die geplagte Bevölkerung der Republik Zentralafrika: das ist die neue Kinderklinik in der Hauptstadt Bangui, die derzeit auf Initiative des päpstlichen Kinderkrankenhauses entsteht. Kardinal Dieudonné Nzapalainga, Erzbischof von Bangui, leitete am Mittwoch die Feier zur Grundsteinlegung der Kinderklinik und zeigt im Gespräch mit Radio Vatikan seine Dankbarkeit für Papst Franziskus. Dieser hatte das Projekt auf seiner Reise in das krisengeschüttelte Land im November 2015 angeregt. (rv)

19. Juli 2017, Khartoum, SUDAN - „Von Haus zu Haus“ - Kampagne für Cholera-Vorbeugung. Präsentationen auf den Straßen, online-Videos, Plakate, Seifenstücke: das sind nur einige der lokalen Initiativen, mit denen den Menschen im Kampf gegen die Cholera zu kämpfen und ihre Aufmerksamkeit für die rapide Ausbreitung der Infektion im Sudan zu erhöhen. Ohne jegliche Unterstützung seitens der sudanesischen Regierung sind in Khartoum zahlreiche lokale Freiwilligen-Initiativen entstanden. Nach Angaben der National Epidemiological Corporation sind im August letzten Jahres 940 Menschen im Staat des Blauen Nils an Cholera gestorben. Die Aktivisten liefern den Leuten Informationen zu den Möglichkeiten der Vorbeugung und Lokalbehandlung.
Auch mehrere Ärzte haben sich einigen der Initiativen angeschlossen und behandeln infizierte Personen in ihren Wohnungen bzw. überführen sie in Isolierungsstationen in Krankenhäusern oder Gesundheitszentren. Die gut organisierten Gruppen verteilen Flugblätter und Videos, in denen erklärt wird, wie man die Krankheit diagnostiziert, und wie man die Infusionslösungen zu Hause zubereitet und vor allem mit welchen Methoden man der Krankheit vorbeugen kann.
n verschiedenen Ländern hat das „von Haus zu Haus“ - Programm zur Erkennung der Verbreitungsdimension der Cholera beigetragen; Mitglieder der Initiativen machen Hausbesuche und finden die am besten geeigneten Gegenmaßnahmen. Sie verteilen Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel, Seife, Desinfektionsmittel und Waschmittel in den in den Krankenhäusern. Die einzelnen Teams gehen auch in de Moscheen, zu Zusammenkünften auf den Plätzen und Märkten, in die öffentlichen Verkehrsmittel, um dort überall Informationen zur Verhinderung der Ansteckung und zum Umgang mit der Krankheit zu verteilen. (AP) Fides