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Aktuelle Afrikanachrichten

16. Februar 2019, Ouagadougou, Burkina Faso: Spanischer Missionar stirbt bei Anschlag. - Ein in Burkina tätiger spanischer Missionar von den Salesianern von Don Bosco kam im mittleren Osten des Landes gewaltsam ums Leben. Nach ersten Erkenntnissen wurde P. Antonio César Fernández Fernández am frühen Nachmittag des 15. Februar rund vierzig Kilometer von der südlichen Grenze von Burkina Faso entfernt Opfer eines Übergriffs von Dschihadisten. Dabei wurde der Salesianerpater von drei Schüssen getroffen, als er mit zwei Mitbrüdern aus der Gemeinde Ouagadougou im Auto unterwegs war. Die drei Ordensmänner waren auf dem Heimweg aus Lomé (Togo), wo sie an der ersten Sitzung des Provinzkapitels der Ordensprovinz des frankophonen Westafrika (AFO) teilgenommen hatten.
Das Auto, in dem P. Fernández mit seinen Mitbrüdern, die unverletzt blieben, unterwegs war, wurde in einen Angriff auf die Zollkontrollstelle Nouhao an der Grenze zu Ghana und Togo verwickelt. Bei dem Anschlag, der von einer dschihadistischen Gruppe verübt wurde, wurden neben dem spanischen Missionar vier Zollbeamte aus Burkina Faso getötet.
In Burkina Faso kommt es zunehmend zu Zusammenstöße zwischen den Sicherheitskräften und einigen dschihadistischen bewaffneten Gruppen, die auch in Mali und Niger aktiv sind. Der Angriff von gestern ist jedoch der erste, der im mittleren Osten des Landes stattfindet.
Antonio César Fernández Fernández war 72 Jahre alt und gehörte seit 55 Jahren den Salesianern von Don Bosco an. Vor 46 Jahren wurde er zum Priester geweiht. Er wurde am 7. Juli 1946 in Pozoblanco (Spanien) geboren und war seit der Gründung der ersten Niederlassung der Salesianer in Togo im Jahr 1982 als Missionar in mehreren afrikanischen Ländern tätig. Er arbeitete als Novizenmeister (1988 - 1998) und nahm unter anderem als Delegierter der frankophonen westafrikanischen Ordensprovinz am Generalkaptitel des Ordens im Jahr 2002 teil. Derzeit war er als Missionar in Burkina Faso tätig.
(L.M.) Fides


14. Februar 2019, Nairobi, KENIA: Missionarische Spiritualität wecken.

Die Kirche in Kenia bereitet sich auf die Feier des 100. Jahrestages des Apostolischen Schreibens "Maximum Illud" von Papst Benedikt XV. vor, aus deren Anlass Papst Franziskus den Außerordentlichen Monat der Weltmission (Oktober 2019) ausrief.
In einer Ansprache an die Diözesandirektoren der Päpstlichen Missionswerke und die Koordinatoren der der Kindermissionswerke, die zu ihrer Jahrestagung (4. bis 9. Februar) in Nairobi zusammengekommen waren, äußerte der Präsident der Kommission für die Weltmission der Bischofskonferenz von Kenia, Bischof Joseph Alessandro von Garissa die Hoffnung, dass man in Kenia in der Lage sein wird, die missionarische Spiritualität bei allen getauften Katholiken zu wecken, damit sie in der heutigen Welt von Christus Zeugnis ablegen.
„Wir müssen unseren Glauben weitergeben und an Gott glauben. Der Glaube wird gestärkt durch die Weitergabe, revitalisiert durch das Zeugnis und kraftvoll, wenn er authentisch gelebt wird", so Bischof Alessandro. "Wir sind aufgerufen, uns auf den Weg zu machen und uns die Hände schmutzig zu machen bei der Arbeit des Herrn und als Kirche auf den Straßen zu schwitzen zu lassen und das Evangelium nicht mit Worten zu verkünden, sondern mit den guten Taten, die Nichtgläubige dazu bringen, sich zu fragen, für wen wir arbeiten: und unsere Antwort lautet für Jesus Christus", fügte er hinzu. (MR/AP) Fides

8. Februar 2019, Accra, GHANA: “Illegalität und Gewalt gefährden die Demokratie”. ­- „Wir verurteilen uneingeschränkt die Schießereien und die Übergriffe einiger nicht identifizierter Gruppen, von den Medien berichten und bei denen zahlreiche Personen verletzt wurden", so die Bischöfe von Ghana in einer gemeinsamen Erklärung, nachdem bei Ausschreitungen mit den Sicherheitskräften mindestens 18 Anhänger der Oppositionspartei „National Democratic Congress“ (NDC) verletzt wurden, die sich im privaten Wohnsitz eines Vertreters der Partei versammelt hatten.
Zu den Ausschreitungen war es bereits am 31. Januar 2019 gekommen, während bei einer zusätzlichen Wahlrunde der Abgeordnete für den Parlamentssitz im Wahlkreis Ayawaso West Wuogon in der Hauptstadt Accra gewählt werden sollte.
"Besonders besorgniserregend ist, das Bürgerwehrgruppen eingesetzt wurden, um den Frieden und die Ruhe bei der Wahl zu stören", heißt es in der Erklärung.
Die Bischöfe warnen davor, dass "Illegalität und Unsicherheit" eine Bedrohung für die Demokratie des Landes darstellen, insbesondere jetzt, da sich das Land auf die Parlamentswahlen im Jahr 2020 vorbereite. Die Bischöfe fordern die Polizei auf, die Ausschreitungen sorgfältig zu untersuchen und bitten die Wahlkommission des Landes zur "Zusammenarbeit mit politischen Parteien".
"Schließlich fordern wir alle Bürger auf, die Gesetze zu respektieren und jegliche Form von Gewalt zu unterlassen", so die Bischöfe abschließend.
Unterdessen kündigte Regierung kündigte die Bildung einer Untersuchungskommission zur Untersuchung der Ausschreitungen an. (L.M.) Fides

8. Februar 2019, Dakar, SENEGAL: Justitia-et-Pax-Kommission begleitet Wahl am 24. Februar. ­- "Die Justitia-et-Pax-Kommission der Bischofskonferenz wird sich auch künftig für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen und ihre Beobachter zu den Präsidentschaftswahlen vom 24. Februar 2019 entsenden", so Pfarrer Alphonse Seck, Geschäftsführer der Kommission und von Caritas Senegal in einer Mitteilung am Ende eines Fortbildungskurses für 2. und 3. Februar.
Die im Auftrag der Kommission werden in Zusammenarbeit mit den Senegal Scouts rund tausend Beobachter die Wahl begleiten, wie bei der Wahl 2012, als zwei Runden der Präsidentschaftswahl und die Wahl des Parlaments stattfanden.
Die Beobachter der katholischen Kirche bei der bevorstehenden Wahl werden aus allen Diözesen Senegals rekrutiert und nehmen dafür an Fortbildungsveranstaltungen teil.
Teil der Wahlbeobachtungsinitiativen sind auch Veranstaltungen zur Bewusstseinsbildung bei den Bürgern mit den Kandidaten oder deren Vertretern zu Themen die für die Wähler von Interesse sind und Informationskampagnen und politische Bildung für Jugendliche mit Radiosendungen und anderem. (L.M.) Fides

29. Januar 2019, Kinshasa, D.R. KONGO: Bischöfe von Kananga begrüßen “ersten durch Wahlen legitimierten Machtwechsel” - „Wir wollen einen neuen Kongo. Dies wird sich jedoch nicht durch ein Wunder geschehen, sondern durch unser aller Arbeit", so die Bischöfe der Kirchenprovinz Kananga (im Süden der Demokratischen Republik Kongo) in einer am Ende ihrer außerordentlichen Sitzung (25. bis 26. Juli) veröffentlichten Botschaft.
Die Bischöfe begrüßen die Wahl von Félix-Antoine Tshisekedi Tshilombo am 30. Dezember 2018, die sie als "ersten durch eine Wahl legitimierten Machtwechsel" bezeichnen.
"Nach jahrzehntelangen Kämpfen um die Einführung einer Rechtsstaatlichkeit bietet uns der erste friedliche und demokratische Wechsel an der Spitze des Staates eine einzigartige Gelegenheit. Lassen wir es nicht umsonst geschehen sein und lassen wir zu, dass eine neue politische Kultur entsteht", heißt es in der Botschaft.
Die Bischöfe bekräftigen, dass die Kirche gemäß ihrer prophetischen Sendung, vor allem ein Instrument des Friedens des Herrn unter den Kongolesen sein werde. „Auf diese Weise wollen wir den Traum der nationalen Versöhnung wahr werden lassen. Die Kirche wird eine Mutter bleiben, die ihre Kinder aufsammelt, sie ausbildet und ihnen erlaubt, die Geschwisterlichkeit, den Frieden und das Licht des Herrn zu erfahren."
In Bezug auf die Situation des Großen Kasai verweisen die örtlichen Bischöfe auf "den Wunsch nach Frieden, den sogar die Anhänger von Kamwina-Nsapu nach der Bekanntgabe der Wahlergebnisse vom 30. Dezember 2018 zum Ausdruck brachten. Aus unseren Dörfern gehen Tausende von Jugendliche nach Kananga legen die Waffen nieder". Kamwina-Nsapu war ein traditioneller Stammeshäuptling, der 2016 von den Sicherheitskräften getötet wurde. Seine Anhänger beschlossen zunächst, seinen Tod zu rächen, indem sie die Gebiete im Süden der Demokratischen Republik Kongo in Brand und Asche legten.
Die Freude darüber, dass einer unserer Söhne (Félix-Antoine Tshisekedi stammt ursprünglich aus der Region) das höchste Amt übernimmt, darf uns nicht unsere Pflicht vergessen lassen, den Weg zu weisen und für die Entstehung der Rechtsstaatlichkeit zu arbeiten, bereit vorbehaltslos gegen jegliche Verletzung der Demokratie vorzugehen. Wir müssen Gerechtigkeit, Wahrheit, Versöhnung und Frieden stets eine Chance geben", so die Bischöfe abschließend. (L.M.) Fides

28. Januar 2019, Kinshasa, D.R. KONGO: Christen vereint für Wahrheit und Gerechtigkeit. -Die Einheit der Christen ist notwendig und wertvoll, wenn es darum geht, die sozialpolitischen Spannungen im Land zu überwinden und zur Einheit und zum Wohl der gesamten Nation beizutragen: so die Christen in der Demokratischen Republik anlässlich der Gebetswoche für die Einheit der Christen, die am 25. Januar endete. In der Christus-Kirche in Kinshasa kamen Mitlieder der Heilsarmee, der katholischen und der protestantischen Kirchengemeinden zusammen, um für die Einheit zu beten. Dies Berichtet Pater Mbumba Prosper von den Scheut-Missionaren (CICM). "Die jährliche Veranstaltung fand in einem nicht sehr friedlichen politischen Klima in der Demokratischen Republik Kongo statt", so der Missionar. Unter den Teilnehmern war in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des ökumenischen Ausschusses der Provinz Kinshasa auch der Katholik Richard Demandona, der betonte: "Ich ermutige alle Christen in Kinshasa, nach wahrer Gerechtigkeit zu suchen".
In der Demokratischen Republik Kongo sind Christen die Mehrheit (über 50 Prozent der Bevölkerung) und "Ökumenismus ist eine Realität", wie Professor Roger Bimwala, Rektor der William Booth-Universität der Heilsarmee in Kinshasa betont, der kurzem in die Provinzdelegation von Kinshasa gewählt, wurde: "Ich werde daran arbeiten, den Ökumenismus zu stärken", verspricht er. (MP/AP) Fides