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Afrikanachrichten in Kürze

27. März 2017, Kairo, ÄGYPTEN: Einige Christen kehren nach Sinai zurück. Nach dem Ende einer Anschlagserie gegen koptische Christen auf dem Nordsinai kehren die ersten Familien in ihre Häuser zurück. Das bestätigte am Sonntag Bischof Anba Kosmann von Arish im betroffenen Gebiet. Die Sicherheitslage kehre zurück zur Normalität. Örtlichen Quellen zufolge hatten rund 300 christliche Familien die Flucht aus dem Nordsinai ergriffen, nachdem seit Ende Januar sieben Kopten Opfer mörderischer Terror-Attacken wurden. Die meisten kamen in Ismailia 120 Kilometer östlich von Kairo unter. Namhafte muslimische Instanzen hatten die Gewalt gegen die ägyptischen Christen verurteilt. Fides

24. März 2017, Bamako, MALI: Schwester Cecilia: Bischöfe suchen Kontakt zu Entführern. Die Bischöfe von Mali lancieren erneut Appelle für die Freilassung der am vergangenen 7. Februar im Süden des Landes entführten kolumbianischen Ordensschwester Cecilia Narváez Argoti. “Die Bischöfe suchen nach weiteren möglichen Wegen, damit Schwester Cecilia freikommt”, so der Generalsekretär der Bischofskonferenz Pfarrer Edmond Dembele. “Über Appelle in den Medien versucht man in Kontakt mit den Entführern zu gelangen”, so Pfarrer Dembele. “Die Diözese Karangasso sucht dabei auch nach Mittlern, um in Kontakt mit den Entführern zu treten, über die noch nichts Konkretes bekannt”.
Wie der Priester gibt es weiterhin zwei Hypothesen die bereits zum Zeitpunkt der Entführung in Betracht gezogen wurden: “Entweder handelt es sich um Banditen aus der Region, die es auf eine Ordensfrau abgesehen hatten, weil sie glaubten ein Lösegeld zu bekommen und nun nicht wissen, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Andere vertreten hingen die Ansicht, dass es sich auch um Dschihadisten handeln könnte, die sich still verhalten, bis die Lage sich wieder beruhigt hat. Doch so lange es keinen Kontakt gibt, wissen wir nicht wer die Entführer sind”.
“Bis es einen konkreten Kontakt gibt, wird die Bischofskonferenz zusammen mit der Diözese Karangasso weiter Appelle an die Entführer und an eventuelle Zeugen auf den Weg bringen”, so Pfarrer Dembele. (SL) Fides

23. März 2017, Yirol SÜDSUDAN: Einwohner fliehen vor der Hungersnot in Unity State. “Seit sechs Jahren gab es in keinem afrikanischen Land einer so dramatische Situation: es herrscht eine Hungersnot. Zuletzt hat es eine solche in Situation in Somalia. Seit etwas mehr als einem Monat verhungern Menschen im Südsudan und insbesondere im Unity State an der Grenze zum Lake State, wo wir seit zehn Jahren tätig sind”, so Pfarrer Dante Carraro vom medizinischen Hilfswerk „Medici con l’Africa CUAMM“. “Die Folgen der Dürre und der Hungersnot, die seit letztem Jahr im Land herrschen haben sich zugespitzt, weil die Sicherheitslage in vielen Teilen des Landes gefährdet ist, was die Menschen von der Arbeit abhält und das Vertrauen der Familien und Gemeinschaften zerstört.” (DC/AP) Fides

22, März 2017, Kinshasa, D.R. KONGO: Vorsitzender der Bischofskonferenz schildert beim UN-Sicherheitsrat die Lage des Landes. “Die Demokratische Republik Kongo befindet sich in einer Situation für die es keine Legitimierung gibt. Es ist das erste Mal seit der Unabhängigkeit, dass so etwas in unserem Land passiert. Deshalb sind die am 31. Dezember unterzeichneten Vereinbarungen der einzige Ausweg aus der Krise”, so der Vorsitzende der Kongolesischen Bischofskonferenz, Erzbischof Marcel Utembi Tapa von Kisangani vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zur Lage in der Demokratischen Republik Kongo.
“Unglücklicher Weise ist es sehr mühsam spezifische Vereinbarungen über die konkrete Umsetzung des Abkommens zu formulieren”, so der Vorsitzende der Bischofskonferenz weiter. “Während die Menschen ungeduldig auf die Wahl warten, zögert die Unnachsichtigkeit der Unterhändler bei einigen Punkten, die noch strittig sind, hinter der sich politische Manöver verbergen, die Umsetzung des Abkommens vom Dezember unendlich lange hinaus”. Die Bischöfe hatten den Abschluss der Verhandlungen für kommenden Montag, den 27. März, in Aussicht gestellt.
“Die Sicherheitslage ist angesichts blutiger Ausschreitungen und zahlreicher Menschenrechtsverstöße in weiten Teilen des Landes sehr besorgniserregend”, so der Erzbischof abschließend, der die Mitglieder des UN-Sicherheitsrates um Garantien für den Frieden in der Demokratischen Republik Kongo bat. (L.M.) Fides

22. März 2017, Abuja, .NIGERIA - Acht Tote bei Anschlag auf ein Flüchtlingscamp im Norden des Landes. Mindestens acht Menschen starben heute Nacht bei einem Selbstmordanschlag in Maiduguri (Borno). Wie aus ersten Informationen hervorgeht, sprengten sich insgesamt fünf Attentäter im Flüchtlingscamp Muna Garage in der Nähe der Stadt in die Luft. In dem Camp sind tausende Vertriebene untergebracht, die vor der Gewalt der Boko Haram fliehen mussten. Bereits in der Vergangenheit war das Camp angegriffen worden. Möglicherweise wurde auch dieser Anschlag von Mitgliedern der islamistischen Sekte verübt.
In weiten Teilen Nigerias ist die Lage unsicher. Am 20. März starben 18 Menschen bei einem Schlag auf einen Markt in Benue. Präsident Muhammadu Buhari ließ im Zusammenhang mit dem Massaker Ermittlungen auf den Weg bringen und verurteilt die Anschläge. In einer gemeinsamen Erklärung prangerten die Bischöfe erst vor wenigen Tagen die Zuspitzung der Lage an. (L.M.) Fides

21, März 2017, VATIKAN - Papst empfängt ruandischen Präsidenten und bedauert Genozid und Fehler der Kirche Am gestrigen 20. März empfing Papst Franziskus den ruandischen Präsidenten Paul Kagame in Audienz. Wie das Presseamt des Heiligen Stuhls mitteilt, wurde bei den Gesprächen an die guten Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Ruanda erinnert. Dabei würdigte der Papst die beachtlichen Bemühungen um soziale, politische und wirtschaftliche Stabilität des Landes. In diesem Zusammenhang wurde auch die Zusammenarbeit zwischen dem Staat und der Ortskirche bei der Friedensarbeit erinnert. Dabei bedauerte der Papst persönlich und im Namen des Heiligen Stuhls und der katholischen Kirche den Genozid unter den Tutsi und versprach allen Opfern Hilfe, die noch heute an den Folgen dieser tragischen Ereignisse leiden. ;mit Bezug auf die Geste von Papst Johannes Paul II. im Rahmen des Heiligen Jahres 2000 bat der Papst auch erneut um Vergebung für die Sünden und Fehler der Kirche und ihrer Mitglieder, darunter auch Priester und Ordensleute, die sich der Versuchung des Hasses und der Gewalt hingeben und damit die eigene Sendung verraten haben. Gleichsam wünschte der Papst, dass die Anerkennung der Fehler, die das Gesicht der Kirche entstellten, auch im Licht des jüngsten Jahres der Barmherzigkeit und einer von der Ruandischen Bischofskonferenz an dessen Ende veröffentlichten Erklärung, zu neuer Hoffnung auf eine Zukunft des Friedens beitragen mögen.
Wie aus Statistiken des Fidesdienstes hervorgeht, wurden auch 248 kirchliche Mitarbeiter Opfer des Genozides des Jahres 1994, darunter drei Bischöfe und 103 Priester (100 Weltpriester aus allen Diöze-sen und drei Jesuiten), 47 Laienbrüder aus sieben Orden und 65 Schwestern aus elf Kongregationen. Hinzu kommen mindestens 30 geweihte Laienschwestern aus drei Instituten. (SL) Fides

21, März 2017, Kinshasa, D.R. KONGO: Erzbischof Ambongo: “Am 27. März werden die Vereingarungen zur Bildung einer neuen Regierung unterzeichnet. Am kommenden Montag, den 27. März werden die Vereinbarungen zur Umsetzung der Bestimmungen des im Dezem-ber zustande gekommenen Abkommens unterzeichnet werden, die zur Bildung einer Regierung der Nationalen Einheit beitragen, die wiederum die politischen Wahlen und die Präsidentschaftswahlen noch bis Ende des Jahres organisieren solle. Dies teilt der stellvertretende Vorsitzende der Kongolesi-schen Bischofskonferenz, Erzbischof Fridolin Ambongo von Mbandaka-Bikoro mit. Die Bischöfe vermitteln bei den Verhandlungen.
“Wir haben gute Arbeit geleistet”, so Erzbischof Ambongo am Ende einer Sitzung im Konferenzzentrum der Erzdiözese Kinshasa am gestrigen 20. März, “Wir haben die meisten Tagsordnungspunkte besprochen und Vorschläge für das Präsidentenamt gemacht und die beteiligten Parteien zum Nachdenken darüber aufgefordert”.
Debattiert wird weiterhin über das Amt des Präsidenten des Nationalen Rates zur Beobachtung der Vereinbarungen, das auf der Grundlage des Abkommens vom 31. Dezember mit dem inzwischen Verstorbenen Oppositionsführer Etienne Tshisekedi besetzt werden sollte. Nach dem Tod von Tshisekedi werden neue Verhandlungen über die Besetzung des Amtes gefordert, die bei einer für morgen angekündigten weiteren Sitzung stattfinden sollen, wie Erzbischof Ambongo betont. Uneinig ist man sich auch über die Ernennung des Premierministers aus den Reihen der Opposition. Die Regierung fordert eine Auswahl von drei Kandidaten; die Opposition will nur einen Kandidaten vorschlagen.(L.M.) Fi-des

18. März 2017, Bamako, MALI: Ordensfrau weiter in den Händen der Entführer: Malische und kolumbianische Behörden ermitteln. Am vergangenen 7. Februar wurde die kolumbianische Ordensschwester Gloria Cecilia Narváez Argoti im Süden von Mali entführt. Bisher bekannte sich niemand zu der Entführung. Unterdessen fordert die katholische Kirche in Mali im Rahmen verschiedener Initiativen die Freilassung der Ordensfrau.
Am 15. Februar ging eine Gebetsnovene für die Freilassung von Schwester Gloria zu Ende und in ganz Mali wurde im Radio und im Fernsehen die Freilassung der der Ordensfrau gefordert. Dabei rief die katholische Kirche mehrfach auch die Zivilgesellschaft zum Engagement für die Freilassung von Schwester Gloria auf.
Auch im Heimatland von Schwester Gloria bleiben die Behörden nicht untätig: es wurden zwei kolumbianische Ermittler nach Mali entsandt, die sich dort um detaillierte Informationen bemühen sollen. In der vergangenen Woche ermittelten die kolumbianischen Beamten in der afrikanischen Pfarrei aus der die Ordensfrau entführt wurde.
Unterdessen äußerten sich die zuständigen Behörden in Mali bisher nicht zum aktuellen Stand der Ermittlungen. (CE) Fides

17. März 2017, Kinshasa, D.R. KONGO: Es muss um das Interesse der Bürger gehen. “Es ist erstaunlich und gleichsam nicht akzeptabel, wenn wir zusehen müssen, dass bei den Gesprächen über die Vereinbarungen mehr Zeit für Erarbeitung von Einzelabkommen verschwendet als für die Billigung des Rahmenabkommens”, so der Vorsitzende der Kongolesischen Bischofskonferenz, Erzbischof Marcel Utembi Tapa von Kisangani, nach der Wiederaufnahme der Gespräche zwischen der Regierung und der Opposition über die Umsetzung der am vergangenen 31. Dezember unterzeichneten Vereinbarungen. “Es ist nicht normal, dass die Unterhändler sich mit den Details über die Aufteilung der Ministerämter beschäftigen unvergessen, was das Hauptziel der Vereinbarungen ist, nämlich die Wahl eines Präsidenten innerhalb der vorgesehenen Fristen”, so Erzbischof Utembi. “Die kongolesischen Bürger verlieren langsam die Geduld.
Es wäre deshalb auch wünschenswert, „dass das Oppositionsbündnis so schnell wie möglich die internen Leitungsprobleme löst” so der Erzbischof abschließend, “Damit der Dialog mit den anderen politischen Kräften des Landes mit dem Ziel einer raschen Beendigung der Verhandlungen über die Umsetzung des Abkommens vom 31. Dezember rasch abgeschlossen werden können. (L.M.) Fides

16. März 2017, Lilongwe, MALAWI: “Es geht nur um das tägliche Überleben.” Ein Land, in dem es um das tägliche Überleben geht, kann nicht an die Zukunft denken. Dies betont der italienische Missionar P. Piergiorgio Gamba in einem Bericht zur Lage angesichts der schweren wirtschaftlichen und politischen Krise und der Lebensmittelknappheit in Malawi.
“Für Malawi ist diese Fastenzeit von besonderer Bedeutung; obschon es schwierig ist, sich angesichts der zahlreichen Probleme zurecht zu finden: die Korruption nimmt kein Ende und ist heute in allen Bereichen verbreitet: man muss Bestechungsgelder auch bei alltäglichen Dingen bezahlen, wie zum Beispiel bei der Einrichtung eines Stromanschlusses”, so der Missionar.
„Die Armut, in die das Land abgestürzt ist, breitet sich weiter aus“, so Pater Gamba weiter, „Das ‘Center for Social Concern’ der Weißen Väter in Lilongwe veröffentlicht jeden Monate Daten zur Wirtschaftslage veröffentlicht, teilt mit, dass eine sechsköpfige Familie pro Monat rund 170.000 Malawi Kwacha braucht, um Überleben zu können. Doch der Mindestlohn liegt bei 18.000 Malawi Kwacha im Monat, ein Zehntel dessen, was nötig wäre“.
“Die einzige Hoffnung ist die nächste Ernte”, heißt es in dem Bericht, “Das Landwirtschaftsministerium sieht einen Anstieg um 34 Prozent bei der Maisernte im Vergleich zum Vorjahr vorher… Doch es könnte sein, dass dies nicht der Wirklichkeit entspricht, denn es verbreitet sich eine Raupenart, die im Land viele Hektar Ackerland zerstört hat und gegen die es kein Insekten-Gift gibt“.
„In unserem Land folgt eine Hungersnot auf die andere. Dies ist vielleicht der Grund dafür, dass Malawi weder an die Vergangenheit noch an die Zukunft denken kann. „Denn es geht nur um das tägliche Überleben”, beklagt der Missionar abschließend. (L.M.) Fides

16. März 2017, Kinshasa, D.R. KONGO - Gespräche zwischen Regierung und Opposition wieder aufgenommen. Am heutigen 16. März werden die Gespräche zwischen der Regierung und der Opposition über die Umsetzung der am vergangenen 31. Dezember unterzeichneten Vereinbarungen wieder aufgenommen, die in der Demokratischen Republik Kongo die Bildung einer Regierung der Nationalen Einheit und die Organisation von Präsidentschaftswahlen bis Ende 2017 vorsehen.
Die Gespräche waren in Erwartung der Beisetzung des Oppositionsführers Étienne Tshisekedi ausgesetzt worden, der am vergangenen 1. Februar in Brüssel starb. Aus politischen Gründen hat die Beisetzung bis heute nicht stattgefunden. “Man wollte warten, bis der Vorsitzende der Opposition beerdigt war. Doch da dies innerhalb eines angemessenen Zeitraums nicht möglich zu sein scheint, hat man beschlossen die Verhandlungen mit den Vermittlern erneut zu beginnen, angesichts der Dringlichkeit der Situation und der Ungeduld unter der Bevölke-rung“, so”, so der Sprecher der Kongolesischen Bischofskonferenz, Pfarrer Donatien Nshole, gegenüber Radio Okapi. Die Bischöfe nehmen als Mittler an den Verhandlungen teil.
Nach Ansicht von Pfarrer Nshole hat der Sohn von Étienne Tshisekedi, Félix Tshisekedi, die Führungsrolle in den Reihen der Opposition übernommen, die in den eigenen Reihen gespalten ist. “Was für uns klar ist, ist dass Félix Tshisekedi verantwortlich im Namen der Unione auftritt. Er wird uns die Position der Union erläutern”, so der Sprecher der Bischofskonferenz. (L.M.) Fides

16. März 2017, SOMALIA: Piraten und Hungersnot plagen das Land. Zum ersten Mal seit 2012 haben somalische Piraten wieder ein größeres Frachtschiff gekapert. Die Nordküste Somalias ist berüchtigt dafür, dass sie von Waffenschmugglern und der islamistischen Extremistengruppe Al-Shabaab genutzt wird. Zudem droht Somalia und anderen ostafrikanischen Staaten derzeit eine Hungersnot. Das Grundproblem ist, dass Somalia einen erschreckenden Mangel an öffentlichen Strukturen hat, erklärte der Apostolische Administrator in Mogadischu, Bischof Giorgio Bertin. (rv)