Kurznachrichten aus der Missionsgesellschaft

Auf zu neuen Ufern

Pater Helut Revers und Pater Rudi Pint

Der aus Schleid in der Eifel stammende Pater Rudi Pint (76) ist zum neuen Oberen des deutschen Sektors der Afrikamissionare gewählt worden. Er übernimmt das Amt von Pater Helmut Revers. Zum deutschen Sektor gehören 117 Mitbrüder, von denen 93 in den Missionshäusern in Deutschland leben, 24 leisten ihren Dienst in Afrika oder im europäischen Ausland.
Pater Rudi Pint kennt die Aufgaben eines Provinzials. Er hat dieses Amt in Deutschland schon einmal von Juli 1997 bis Ende Juni 2003 bekleidet, als Deutschland noch eine eigenständige Provinz der Afrikamissionare war. Unter Pater Detlef Bartsch, seinem Nachfolger im Amt, wurden damals die Länderprovinzen Europas zu einer Mega-Provinz zusammengefasst. Das Provinzialat für Europa hat seinen Sitz in Brüssel.
Die Situation der Afrikamissionare in Deutschland und Europa hat sich in den vergangenen Jahren radikal verändert, was einerseits an dem zunehmenden Alter der Mitbrüder liegt und auch an dem Mangel an Berufungen zu einem Leben als Missionar.
Nun haben die Mitbrüder im deutschen Sektor der europäischen Provinz Rudi Pint zu ihrem Vertreter gewählt. Er wird also den deutschen Sektor leiten und als dessen Vertreter im Provinzrat der europäischen Provinz die Belange der deutschen Mitbrüder einbringen. Pater Pint war viele Jahre ­– mit einigen Unterbrechungen, als er in Deutschland eingesetzt war – als Missionar in Mali tätig. Er wirkte unter anderem in Mopti, Segou, Gao und Bamako. In den vergangenen Jahren hat die Arbeit der Mission in den nördlichen Gebieten Malis unter den politischen und kriegerischen Unruhen gelitten. 2016 kehrte Pater Pint nach Deutschland zurück und war seitdem Superior des Missionshauses in Trier.
Pater Helmut Revers hat nach sechs Jahren als Vertreter des deutschen Sektors der Afrikamissionare sein Amt an Pater Pint übergeben können. Er bereitet sich nun auf eine neue Aufgabe vor, die im kommenden Oktober mit seinem Umzug nach Karlsruhe ernsthaft beginnen soll. Der Erzbischof von Freiburg hatte ein Gesuch an den Generalrat in Rom geschrieben und um die Errichtung einer Gemeinschaft von Weissen Vätern in seinem Bistum gebeten.


Missionseid von Bruder Volker Schwill

Ewiger Eid von Br. Volker Schwill

Glockenläuten, Sonnenschein, wolkenloser blauer Himmel: der 9. September 2016 im Glottertal. Es ist Sonntag und Pfarrfest in der katholischen Pfarrei von St. Blasius. Dies ist auch der Tag an dem Volker Schwill in der Eucharistiefeier in seiner Heimatgemeinde St. Blasius den Ewigen Eid in der Missionsgesellschaft der Afrikamissionare ablegt.
Volker Schwill hat sich lange auf den Tag vorbereitet. An Schautafeln neben dem Eingang der Kirche ist der Weg aufgezeichnet, den er gegangen ist, seit er seinen Beruf als Rechtsanwalt aufgegeben hat um Missionsbruder in der Gesellschaft der Afrikamissionare – Weisse Väter zu werden. Bilder zeigen ihn und seine Aktivitäten in den Vorbereitungsjahren in Trier, im Noviziat in Kasama, Sambia, beim Missionspraktikum in Malawi und schließlich beim Studium in Nairobi, Kenia.
Beim feierlichen Einzug in die Kirche sind auch ein Dutzend Mitbrüder dabei, die von verschiedenen Häusern der Afrikamissionare in Deutschland, in Frankreich und Burundi gekommen sind. In der Eucharistiefeier betont Pfarrer Vogt der Gemeinde, wie wichtig es ist, dass wir als Christen Zeugnis ablegen für die Frohbotschaft Jesu.
Nach der Predigt spricht Volker Schwill laut und deutlich sein „Hier bin ich“, als er gerufen wird vorzutreten zur Ablegung des Ewigen Eides. Kniend vor dem Altar verspricht er dann sein Leben als Missionar Afrika zu weihen. Stellvertretend für den Generaloberen der Weissen Väter nimmt Pater Helmut Revers diesen Eid entgegen.
Nun wird auch offiziell seine erste Ernennung in die Mission verkündet. Bruder Volker Schwill wird nach Burundi ernannt und wird dort in der Hauptstadt Bujumbura bei „Nouvelle esperance“, einem großen Aids und HIV - Hilfsprojekt der Afrikamissionare, arbeiten.
Gemeinsam mit den Christen der Pfarrgemeinde, die nach der liturgischen Feier ihres Pfarrfestes draußen auf dem Hof neben der Kirche zu einem fröhlichen Fest zusammengekommen sind, feiern die Afrikamissionare diesen großartigen Tag. Musik von einer 80 Personen starke Schwarzwälder Blaskapelle umrahmt das ganze Fest.

Ein neuer Generaloberer
und ein neuer Generalrat

P. Stanley Lubungo

Pater Stan Lubungo ist neuer Generaloberer

Pater Stan Lubungo, Afrikamissionar aus Sambia, ist der neue Generalobere der Missionsgesellschaft der Afrikamissionare. Stanley Lubungo wurde am 16. Juni 1967 geboren.

Nach dem Philosophiestudium, dem Noviziat und der Theologie bei den Afrikamissionaren, wurde Stanley 1997 zum Priester geweiht.
2002 wurde er nach Rom berufen zu einem weiteren Studium der Theologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana.
2004 folgte ein weiteres Studienjahr in Dublin.
2005 wurde er als Professor in das Ausbildungshaus für angehende Afrikamissionare in Abidjan, Elfenbeinküste, ernannt. Dort war er sieben Jahre tätig.
2012 kam er nach Paris und belegte Kurse am Institut Catholique.
2015 wurde er zum Provinzial für die Provinz Südliches Afrika ernannt.

Am 27. Mai wurde Pater Lubungo vom Generalkapitel in Rom zum neuen Generaloberen gewählt. Er tritt damit die Nachfolge von P. Richard Baawobr an.

Pater Baawobr wurde am 7. Mai zum Bischof von Wa geweiht.

Die vier neuen Assisten des Generaloberen

Inzwischen sind auch die Assisten des Generaloberen gewählt. Die vier Mitglieder des Gerelarates sind
- Didier Sawadogo (*1967) aus Burkina Faso
- Barnes Francis (*1950) aus Großbritannien



Didier Sawadogo Francis Barnes

- Ignatius Anipu (*1959) aus Ghana
- Martin Grenier (*1963) aus Kanada

(die Bilder der vier Assistenten wurden von der Website der Afrikamissionare in Rom übernommen)

Ignatius Anipu Martin Grenier

Ehemaliger Generaloberer der Afrikamissionare wird Bischof von Wa

Fr. Richard Kuuia Baawobr

Vatikanstadt: Papst Franziskus hat am 17. Februar 2016 den von Bischof Paul Bemile von Wa (Ghana) entsprechend Can. 401 § 1 des Kirchenrechts eingereichten Rücktritt angenommen und den Generaloberen der Afrikamissionare (Weisse Väter) Pater Richard Kuuia Baawobr, M. Afr., zu seinem Nachfolger ernannt.

Pater Richard Kuuia Baawobr, M. Afr., wurde am 21. Juni 1959 in Tom-Zendagangn (Diözese Wa) geboren. Er besuchte zunächst die Grundschule in seinem Heimatdorf und danach das St. Francis Xavier Minor Seminary und die Nandom Secondary School. 1979 trat er in das Große Seminar “St. Victor” in Tamale ein und nach dem Philosophiestudium 1981 trat er in die Gesellschaft der Afrikamissionare ein, wo er sich auf das Priesteramt vorbereitete. Von 1981 bis 1982 machte er das Noviziat in Fribourg (Schweiz). Und von 1982 bis 1987 studierte er Theologie am Missionary Institute London (MIL). Am 5. Dezember 1986 legte er die ewigen Gelübde St. Edward’s College in London ab und wurde am 18. Juli 1987 zum Priester geweiht.
Nach der Priesterweihe hatte er folgende Ämter inne: 1987-1991: Vikar in Livulu (Erzdiözese Kinshasa, Demokratischen Republik Kongo; 1991-1996: Studium der Exegese am Bibelinstitut in Rom und am “Le Chatelard” in Lyon (Frankreich), Lizenz im Fach Bibelwissenschaft und Doktorat im Fach Bibeltheologie; 1996-1999: Ausbilder der Afrikamissionare in Kahangala (Tansania); 1999-2004: Direktor des Bildungshauses in Toulouse in Frankreich; 2004-2010: erste Generalassistent der Afrikamissionare. Seit 2010: Generaloberer der Afrikamissionare (als erster Afrikaner in diesem Amt), Stellvertretender Großkanzler des PISAI (Päpstliches Institut für Arabische Wissenschaft und Islamkunde). (SL) Fides

Die Bischofkonsekration hat auf Wunsch des scheidenden Bischofs Paul Bemile und der Ghana-Bischofskonferenz am 7. Mai 2016 statt gefunden. So konnte der Generalobere nach Rom zurückkehren, um das Generalkapitel der Afrikamissionare bis zur Wahl eines neuen Generaloberen zu leiten.


Neuer Bischof für Kalemie

Pater Christophore Amade

31. März 2015
Provinzial der Afrikamissionare im Kongo zum Bischof von Kalemie ernannt
Dienstag, 31. März 2015 ernannte Papst Franziskus den Afrikamissionar Pater Francis Christophore Amade zum Bischof der Diözese von Kalemie-Kirungu in der Demokratische Republik Kongo. Das Bistum hat eine Fläche von 71.577 Quadratkilometern, eine Bevölkerung von 5.950.013, davon sind 3.663.230 Katholiken. Im Bisum arbeiten 100 Priester 100 und 125 Mitglieder religiöser Orden und Gemeinschaften.
Pater Amade wurde 1961 in Mune (Demokratische Republik Kongo) geboren und wurde 1990 zum Priester geweiht. Er ist Doktor der Philosophie und war bis zur Bischofsernennung Provincial der PAC (Zentralafrikanische Provinz der Afrikamissionare).
Seit 2010 ist die Diözese Kalemie-Kirungu vakant nach dem Rücktritt aus Altersgründen von Bischofs Dominique Kimpinde. Apostolischer Administrator war seitdem der Bischof von Kongolo Bischof Oscar Ngoy.