Unsere Verstorbenen 2019

Pater Hans Gülle ist am 8. Juli 2019 in Trier gestorben.

P. Hans Bülle

Hans Gülle wurde am 15. April 1934 in Paderborn geboren. Während des Krieges machte er seine Schulausbildung in Paderborn. Nach sechs Jahren Volksschule kam er 1946 auf das Gymnasium Theodorianum in Paderborn. Nach einem halben Jahr wechselte er die Schule und ging nach Rietberg auf die Missionsschule derWeissen Vätern und 1949 nach Großkrotzenburg, ging dann allerdings wieder zurück an das Theodorianum und machte dort 1955 das Abitur.
Philosophie studierte er von 1955 bis 1957 bei den Weissen Vätern in Trier, das Noviziat machte er in s’Heerenberg(Niederlande) und ging für das Theologiestudium nach London-Totteridge. Hier legte er am 2. Februar 1961 den ewigen Eid ab und am 8. Juli 1961 wurde er in Salzkotten zum Priester geweiht.
Von August 1961 bis Januar 62 machte er einen Pastoralkurs in London. Danach begann er den Einsatz in der Mission in Tanzania, wo er über 50 Jahre in verschiedenen Pfarreien als Kaplan oder Pfarrer tätig war. Unterbrochen wurde diese Zeit, als er 1978 gesundheitsbedingt nach Deutschland zurückkam und vier Jahr lang als Missionsreferent im Bistum Münster tätig war. Im Februar 1983 kehrte P. Gülle in die Pfarrei von Mabamba in Tanzania zurück. Er war überzeugter Afrikamissionar und hat sich für humane Werte eingesetzt.
P. Gülle litt an Parkinson. So kehrte er 2012 nach Deutschland zurück und lebte in der Gemeinschaft Hörstel. Er half noch in den umliegenden Pfarreien aus, doch die Kräfte ließen nach und die Auswirkungen seiner Krankheit verschlimmerten sich. Schließlich wechselte er 2017 in das Seniorenzentrum in Trier. In Trier ist Pater Hans Gülle am 8. Juli 2019 verstorben. Möge er nun im Frieden Gottes ruhen.

Pater Franz Stoffel in Hechingen verstorben

Pater Franz Stoffel

P. Franz Stoffel ist am 21. Mai 2019 in den Abendstunden in Hechingen gestorben. Franz wurde am 27.August 1927 in Michelbach geboren. Er besuchte in Bretten das Gymnasiuim, von 1943 bis 1945 war bei der Marine in Strahlsund, kam dann in die französische Gefangenschaft. Von 1948 bis 1950 studierte er Philosophie in Trier, das Noviziat machte er in s’Heerenberg und studierte dort auch Theologie. Am 21.Juli 1954 legte er den ewigen Eid ab und wurde am 26. Mai 1955 in Galashiels zum Priester geweiht.
Nach der Priesterweihe blieb er für drei Jahre in Deutschland und war als Lehrer in Haigerloch, Rietberg und Linz eingesetzt. Am 12. Dezember reiste er nach Malawi aus. In Lilongwe machte er einen Sprachkurs, unterrichtete dann im kleinen Seminar, 1968 wurde er zum Seminarleiter in Mtendere ernannt.
Im Januar 1974 kam er wieder nach Deutschland zurück und war Missionsreferent in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.
Im Oktober 1981 kehrte er wieder nach Malawi zurück, machte 1982 seine großen Exerzitien in Jerusalem und schloss daran ein Sabbatjahr an. Aus gesundheitlichen Gründen kam er 1994 nach Deutschland zurück, war Ökonom in Trier, ging dann 1994 in die Seelsorge nach Haigerloch, wo er auch am 4. Mai 2005 sein goldenes Priesterjubiläum feierte.
Im September 2005 ging er nochmals nach Malawi zurück und arbeitete bis 2008 in Lilongwe in der Pastoral. Am 31. März 2008 kam er nach Deutschland zurück und wurde nach Haigerloch ernannt. Vor einigen Tagen ist er gefallen und mit zwei Beckenbrüchen brachte man ihn ins Krankenhaus. Am 21. Mai wurde er vom Krankenhaus wieder in die Gemeinschaft nach Hechingen gebracht,da man im Krankenhaus nichts mehr für ihn tun konnte. Nur wenige Stunden später ist Pater Franz Stoffel dann verstorben.

Bruder Erich Brink ist in München verstorben

Erich Brink

Erich Brink wurde am 6. November 1940 in Münster geboren. Als zweijähriger kam er als Pflegekind in die kinderreiche Familie Ströer in Meppen, und in dieser Familie hat er seine religiöse Prägung erfahren. Er besuchte dort die Volksschule und von 1955 bis 1958 machte er eine Tischlerlehre, die er mit der Gesellenprüfung abschloss.
1959 stellte sich Br. Erich bei den Afrikamissionaren vor, bat um Aufnahme in das Brüderpostulat und kam am 30. Januar nach Langenfeld. Seine Pflegeeltern bedauerten es, denn sie hofften mit Erich einen Mitarbeiter in der Drechslerei zu bekommen. Anderseits haben sie sich aber auch gefreut, dass Erich diesen Weg eingeschlagen hat.
Bereits am 15. August 1959 ging er ins Noviziat nach Hörstel, legte dort am 15. August 1961 seinen ersten Eid ab und war dann von August 1961 bis August 1964 im Scholastikat in Marienthal.
Br. Erich war dann 55 Jahre als Brudermissionar, meistens in seinem erlernten Beruf, tätig. 22 Jahre davon war er in den zwei afrikanischen Ländern, Ghana und Sambia, aktiv. In Navrong, Ghana, legte er am 15. August 1968 seinen ewigen Eid als Brudermissionar ab.
Von den restlichen 33 Jahren war er drei Jahre im Generalat in Rom, ebenfalls für Schreinerarbeiten. Zusätzlich half er beim Versand und war verantwortlich für den Garten.
Aus gesundheitlichen Gründen hat Br. Erich die letzten 30 Jahre in den Gemeinschaften in Trier, Köln, Haigerloch und München gelebt. Solange er es noch konnte, war er dem jeweiligen Ökonomat zugeordnet.
Br. Erich Brink ist am 12. April nachmittags in der Gemeinschaft in München gestorben.

Pater Rolf Rosin verstarb in Tübingen

P. Rolf Rosin

Rolf Rosin wurde am 6. Mai 1940 in Karlsbad, heute Karlovy Vary in Tschechien, geboren. Er besuchte in Bamberg das Gymnasium, machte am 18. Juli 1962 das Abitur. Im September begann er das Philosophiestudium im Seminar der Afrikamissionare in Tri. 1964 ging er ins Noviziat in Hörstel und studierte von 1965 bis 1969 die Theologie in Totteridge. Am 26. Juni 1969 legte er dort den ewigen Eid ab. Am 29. Juni 1969 wurde er im Dom zu Bamberg zum Priester geweiht und hätte im Juni dieses Jahres sein goldenen Priesterjubiläum gefeiert.
P. Rosin wurde nach Sambia ernannt und reise am 12. Oktober 1969 nach Kasama aus. In Ilondola machte er einen Sprachkurs und kam 1971 in die Pfarrei Chilubi. 1976 arbeitet er in der Seelsorge in Lubushi. Ab 1981 wr er in der Pfarrei in Malole.
Im Jahr 1985 kommt er für vier Jahre nach Europa zurück und war in Axams, Österreich, in der missionarischen Bewusstseinsbildung tätig. Aus gesundheitlichen Gründen lebte er 1996 für einige Monate in seiner Familie, dann ging er 1989 wieder nach Sambia zurück und war wieder in Ilondola, Mpika, in der Pfarrei tätig.
Im Oktober 2006 kam er aus gesundheitlichen Gründen endgültig nach Deutschland zurück. Er war zuerst für ein Jahr in der Gemeinschaft in Frankfurt und übernahm im Januar 2007 das Ökonomat in Haigerloch, das er bis zum Umzug 2018 nach Hechingen ausübte. Pater Rosin wurde im Februar in die Universitätsklinik in Tübingen eingewiesen. Dort ist er am 2. März 2019 verstorben.

Bruder Alois Blatz nach langer Krankheit verstorben

Bruder Alois Blatz verstarb nach langer Krankheit am 22. Februar 2019 im Marien-Krankenhaus in Köln. Alois Blatz wurde am 15. August 1945 in Ober-Mörlen geboren. Seinem Heimatdorf blieb er immer eng verbunden. Alois machte eine Ausbildung als Landwirt und Schreiner. Am 5. Mai 1966 trat er in Hörstel bei den Weissen Vätern als Bruderpostulant ein und machte dort auch von 1967 bis 1968 das Noviziat. Es folgte ein Jahr Scholastikat in Mours, Frankreich dann reiste er nach Mali aus. Dort legte er in Mopti am 10. August 1974 den ersten Eid in der Missionsgesellschaft ab und den Ewigen Eid am 9. Mai 1976 in seiner Heimat Ober-Mörlen. 1996 besuchte er in Trier die Abendschule für die mittlere Reife. 1971 war er nochmals im Scholastikat in Strasbourg, machte anschließend einen Meisterkurs in Landwirtschaft und ging wieder zurück nach Mopti. 1989 kam er als Ökonom in die Hausgemeinschaft von Köln und wurde danach 1993 in den Tschad ernannt. Nach einem Englischkurs in Irland kam Bruder Alois 1998 nach Tansania, wo er in der Jugendarbeit tätig war. 2004 belegt er einen Aufbaukurs an der „Ecole de la Foie“ in Fribourg in der Schweiz und wurde dann nach Goma (Demokratische Republik Kongo) ernannt. Aus gesundheitlichen Gründen kam er 2012 nach Deutschland zurück und war im Provinzökonomat zuständig für den Kontakt mit den Wohltätern. In mehreren Ländern Afrikas und in Deutschland ist Bruder Alois als Missionar tätig gewesen. Er liebte das Leben in der Gemeinschaft mit den Mitbrüdern. In den letzten Jahren seines Lebens litt er unter Diabetes und anderen Krankheiten. Er verbrachte viele Monate in verschiedenen Krankenhäusern. Nach langem Leiden ist er am 22. Februar verstorben. Er in seinem Heimatdorf Ober-Mörlen beerdigt worden.