Unsere Verstorbenen 2020

Pater Karl-Heinz Pantenburg verstorben

P. Karl-Heinz Pantenburg wurde am am 25.09. 1927 in Trier geboren. Er war Missionar in Uganda, in Luxemburg und in seinem Heimatbistum Trier.

Karl-Heinz legte am 13.08.1947 am Max-Planck-Gymnasium in Trier sein Abitur ab. Danach arbeitete er bis 1950 im Hotel seiner Eltern.
Von 1950 bis 1952 studierte er Philosophie bei den Weissen Vätern in Trier. Sein Noviziatsjahr führte ihn nach s’Heerenberg/Holland. Dort begann er 1953 auch mit dem Theologiestudium. Die beiden letzten Jahre seines Theologiestudiums durfte er im St. Edwards College in Totteridge-London absolvieren. Dort legte er am 06.07.1959 seinen Missionseid ab. In Großkrotzenburg wurde er ein Jahr später zum Priester geweiht.

Seine erste Ernennung führte ihn in seine Heimatstadt Trier, wo er in der Seelsorge arbeitete. Am 07.02.1961 erfüllte sich sein Wunsch nach Afrika auszureisen und zwar nach Uganda. Nach dem Sprachkurs wirkte er in Mital-Maria, Nkozi und Kisubi in der Pfarrseelsorge. Von Januar 1970 bis Dezember 1972 war er Diözesanseelsorger der Erzdiözese Kampala. Im Januar 1973 kehrte er aus gesundheitlichen Gründen in die deutsche Provinz zurück. Ein Jahr lang engagierte er sich in der Jugendarbeit der Diözese Trier. Danach wurde er dort Krankenhausseelsorger.

Im August 1981 wechselte Karl-Heinz in die Diözese Luxemburg. Dort arbeitete er als Pfarrer und Altenheimseelsorger. Auf sein Ersuchen hin wurde er 1997 vom Erzbischof von Luxemburg von der Leitung der deutschsprachigen Gemeinde der Europäischen Pfarrei entpflichtet. 15 Jahre lang hatte er diese wichtige und schwierige Aufgabe übernommen. 2003 sah Karl-Heinz die Zeit gekommen, nach Deutschland zurückzukehren. Vier Jahre lebte er in der Gemeinschaft in der Dietrichstrasse und wechselte dann ins Seniorenheim der Barmherzigen Brüder. Beim gesamten Pflegepersonal wurde er als ein geduldiger Patient geschätzt. Pater Pantenburg starb am 07.04.2020. Möge der Herr ihm nun den ewigen Frieden schenken.

Pater Johannes Tappeser verstorben

Johannes Tappeser wurde am 12. Juli 1939 in Erwitte bei Paderborn geboren.
Er wuchs mit acht Geschwistern in einem tief religiösen Elternhaus auf.

Nach dem Besuch der Volksschule in Erwitte, wechselte Johannes in die Schule nach Rietberg, dann nach Großkrotzenburg, wo er 1959 das Abitur bestand.
Nach seiner Priesterweihe ging Johannes für drei Jahre nach Rom zum Studium der Philosophie. Seine erste Ernennung nach Afrika führte ihn 1968 in die Diözese Kabale in Uganda, wo er in der Seelsorge tätig war. 1973 musste er mit vielen anderen Missionaren das Schicksal teilen und die Ausweisung aus Uganda annehmen. Zurück in Deutschland übernahm er für drei Jahre die Stelle des Missionsreferenten in der Diözese Fulda.

Da eine Rückkehr nach Uganda nicht möglich war, erhielt Johannes seine Ernennung nach Sambia, um am Seminar von Mpika Philosophie zu dozieren. Zuvor ging er für ein Jahr nach Dublin und belegte einen Weiterbildungs-Kurs. Johannes war sehr sprachenbegabt und willigte 1987 ohne zu zögern den Plänen seiner Obern zu, von Sambia nach Mozambique zu wechseln. Nach sechsmonatigem Portugiesisch-Studium in Lissabon begann er im August 1988, im Großen Seminar in Maputo und später in Matola, Philosophie zu dozieren. Nach seinem Urlaub 1996, wartete eine neue Aufgabe auf ihn im Seminar und in der Pfarrei Johannes XXIII. in Ouagadougou. Nach sechs Jahren Lehrtätigkeit, kehrte Johannes nach Rom zurück und arbeitete im Archiv des Generalates. Leider musste er sich in dieser Zeit einer Bauchschlagader-Operation unterziehen, die ihn zwang, in die Provinz zurückzukehren.

Seine Liebe für Afrika gab ihm die Kraft, 2007 seine Lehrtätigkeit in Ejisu/Ghana fortzuführen. Nach einer überstandenen Lungenkrebsoperation kehrte Johannes 2015 nach Mbarara/Uganda zurück. Leider musste er auf Grund der wieder ausgebrochenen Krankheit, schon nach zwei Jahren nach Deutschland zurückzukehren. Sein tiefer Glaube und sein unerschütterliches Gottvertrauen halfen ihm in den letzten drei Jahren, den Kampf gegen den Krebs als Gottes Prüfung anzunehmen. Seine frohe Gemütsart und sein zuvorkommendes Wesen machten ihn als Gästemaster in Köln allgemein angesehen und beliebt. Als die Atemnot zu groß wurde, bat Johannes darum, ins Krankenhaus gebracht zu werden. Dort wurde er liebevoll gepflegt. Schon bald mussten die Ärzte jede weitere Therapie ausschließen und verlegten den Patienten auf die Palliativ-Station. Dort starb er am 06.04.2020.

Pater Toni Weidelehner verstorben

Am 05.04.2020 verstarb in München P. Anton Weidelehner.
Pater Weidelehner war Missionar in Burkina-Faso und Provinzial der Deutschen Provinz der Weißen Väter.

P. Weidelehner wurde in Biberach am der Riss geboren. Sein Vater war Polizeibeamter. Berufsbedingt musste die Familie daher oft den Wohnsitz wechseln. Früh erkannte P. A. Weidelehner seine missionarische Berufung und begannt 1947 das Internat der Weißen Väter in Großkrotzenburg, wo der dann auch die Abiturprüfung ablegte.

Seine theologische Ausbildung absolvierte P. Weidelehner in Nordafrika.
in Karthago wurde er zum Diakon geweiht. Seine Priesterweihe empfing er 1961 in Aalen.

Seine erste Ernennung war in Haigerloch. Nach einem halben Jahr ging P. Weidelehner nach München um dort für das Kindermissionswerk in den Schulen der Dekanate Oberbayerns für die missionarische Bewusstseinbildung zu wirken. 1965 erhielt er seine Ernennung nach Burkina -Faso (dem damaligen Obervolta. Bis 1979 arbeitete er in der Gemeindepastoral.
Danach verantwortete er ein Büro für Entwicklungspastoral in Ouagadougou.
Von 1992 bis 1997 war er Provinzial in Deutschland. In diese Zeit fiel die Gründung des Afrika-Center in Berlin.
Nach seinem Mandat als Provinzial in Deutschlang kehrte Pater Weidelehner nach Burkina- Faso zurück und wurde Pfarrer einer Großstadtgemeinde.
2009 kehrte Pater Weidelehner endgültig nach Deutschland zurück. Er übernahm den Dienst des Superiors der Gemeinschaft in Köln und zog später dann nach München um, wo er verstarb.

Pater Siegfried Elbert verstorben

Siegfried Elbert

Am 24.01.2020 verstarb in Saarlouis P. Siegfried Elbert.
Pater Elbert war lange Jahre Missionar in Ghana, insbesondere in der Diözese Navrongo- Bolgatanga, im Norden des Landes. Seit der 90er Jahre war er Pfarrer in Beckingen-Düppenweiler in der Diözese Trier.

Siegfried Elbert wurde am 25. Februar 1938 in Aschaffenburg geboren. Am Deutschen Gymnasium in Aschaffenburg erwarb er die Mittlere Reife. Während dieser Zeit hatte Siegfried sich entschlossen, Priester und Missionar zu werden und das führte ihn in das humanistische Gymnasium der Weissen Väter in Großkrotzenburg. In Französisch, Latein und besonders Griechisch hatte er ein gutes Pensum nachzuholen. Verhältnismäßig schnell schaffte er sich auf den Stand der Klasse. Da er früh in der Jugendbewegung mitgewirkt hatte, viel ihm das Leben in dieser Jungengemeinschaft leicht. 1959 legte er das Abitur ab. Danach verlief die Ausbildung von P. Elbert nach klassischem WV.-Stiel: Philosophiestudium in Trier, Noviziat in Hörstel, Scholastikat in Totteridge. 1965 wurde er zusammen mit sechs Kursgenossen in Horb zum Priester geweiht. Seine erste Ernennung führte ihn 1966 nach Ghana in die Diözese Navrongo. In Navrongo selbst und auch in Serigu war er ein beliebter Seelsorger. Nach seinem Heimaturlaub 1973 arbetete er drei Jahre in der Missionspropaganda in Dillingen. Aber es zog ihn wieder nach Navrongo zurück. Eine verantwortungsvolle Arbeit wartete auf ihn. Als Bischofssekretär wirkte er sechs Jahre bis ihn eine Krankheit zwang, definitiv in die Heimat zurückzukehren. Seit 1991 bis zu seiner Pensionierung war er Pfarrer in Beckingen-Düppenweiler, wo er auch seinen Ruhestand verbrachte. Er verstarb am 24. Januar 2020 im Krankenhaus in Saarlouis, wahrscheinlich an den Folgen einer Gallenoperation.

Pater Heinz-Josef Schäckel verstorben

Heinz Josef Schäckel

Am 22.01.2020 verstarb in Hersel bei Bonn P. Heinz-Josef Schäckel.
P. Schäckel war Missionar in Nigeria, Uganda und Deutschland, wo er lange Jahre im Ökonomat der deutschen Provinz aktiv war.

Heinz Josef Schäckel wurde am 29. September 1936 Arnsberg-Neheim geboren. Er besuchte von 1942 bis 1951 die Volksschule. Dann begann er eine kaufmännische Lehre und machte 1954 die Kaufmannsgehilfenprüfung. Ab 1955 arbeitete er zwei Jahre als Lohnbuchhalter bei einer Baufirma. In dieser Zeit reifte in ihm der Entschluss, Afrikamissionar zu werden. Er besuchte von 1957 bis 1961 das Abendgymnasium „Collegium Marianum“ in Neuß. Halbtags arbeitete er bei der Stadtsparkasse in Neuss und abends folgte er dem Unterricht. Von 1961 bis 1963 studierte er Philosophie bei den Weissen Vätern in Trier. Das Noviziat absolvierte er in Hörstel und ging 1964 für das Studium der Theologie nach Totteridge/London. Am 28. Juni 1968 wurde er im Dom zu Paderborn zum Priester geweiht. Die erste Ernennung führte ihn 1968 nach Nigeria. Nach dem Erlernen der Yoruba-Sprache arbeitete er in der Pfarrei St. Peter und Paul in Ile-Ife. 1971 wurde er zum Diözesansekretär ernannt. 1982 übernahm Pater Schäckel das Provinzökonomat in Deutschland, das er neun Jahre führte. 1983 stellte sich ein Herzleiden ein, das durch eine Operation behoben schien. Nach einem Weiterbildungskurs ging Pater Schäckel 1992 zurück nach Afrika. In Uganda, in der Diözese Hoima, übernahm er die Leitung der „Hoima Construction“. Doch sein Herzleiden zwang ihn, 2008 endgültig nach Deutschland zurückzukehren. Er arbeitete wieder im Sektorökonomat, wo er vorrangig die Verwaltung der „Stiftung Weiße Väter“ übernahm. Nach mehreren Operationen war die Gesundheit von P. Schäckel sehr geschwächt. Herzliche Aufnahme fand er während der letzten Monate bei den Ursulinen in Hersel, die ihn in seinem schweren Leiden liebevoll begleiteten.