Unsere Verstorbenen 2021

Pater Georg Luckner verstorben

Am 01.03.2021 verstarb in Hechingen P. Georg Luckner der lange Jahre Missionar in Burundi und in Deutschland war.

P. Georg Luckner wurde am 18.05.1934 In Marienwerder/Westpreußen als drittes von acht Kindern geboren. Von Ostern 1940 bis zum Sommer 1944 besuchte er die Volksschule und danach ein Jahr die erste Klasse des dortigen Gymnasiums.

Sein Vater wurde 1940 zum Heeresdienst einberufen.
Durch Kriegseinwirkungen wurde seine Mutter gezwungen, mit den Kindern die Heimat zu verlassen. Sie kamen nach Danzig, wo sie ihren Vater zum letzten Mal sahen. Von dort fuhren sie mit einem Hilfskreuzer nach Dänemark und wurden auf einer Insel vor Kopenhagen interniert.

Unter den 18000 Flüchtlingen waren auch viele Lehrer, die eine Volks- und eine Oberschule eröffneten. Nach Auflösung des Lagers wurde die Familie mit einem Transport nach Hechingen und von dort nach Trillfingen gebracht.

1948 durfte Georg in die Missionsschule in Haigerloch eintreten. Ostern 1951 wechselte er auf das Kreuzburg-Gymnasium in Grosskrotzenburg, wo er 1955 sein Abitur ablegte. In Trier studierte er Philosophie, ging nach Gap ins Noviziat und studierte Theologie in Karthago. Dort legte er 1961 seinen Missionseid ab. Die Priesterweihe empfing er im gleichen Jahr in Aalen/Württemberg.

Als Afrikamissionar wirkte Georg von 1962 an in verschiedenen Diözesen in Burundi. In Mukene und Ijene (Ngozi) lebte er sich als Vikar in seine neue Umgebung und Arbeit ein. Dann wurde er Pfarrer in Rugari, Ijene und Gitaramuka. Während seines Sabbatjahres 1978-80 belegte er einen Pastoralkurs in Mainz, nahm an der Aktion Missio teil und an den Großen Exerzitien in Jerusalem. Nach seiner Rückkehr übernahm er wieder die Pfarrstelle in Ijene bis 1996. Dann war es Zeit für einen Sonderurlaub. Diesen nutzte Georg, um an einem Kurs in Kanada bei Mme. Gouindon teilzunehmen.

Mit Beginn seiner Herzprobleme 2004 und einer Diabeteserkrankung musste Georg regelmäßig alle zwei Jahre nach Deutschland kommen. 2012 entschloss er sich, endgültig von seinem geliebten Burundi Abschied zu nehmen und in den Sektor zurückzukehren. In Haigerloch/Hechingen, nahm er seinen Ruhesitz. Nach längerer Krankheit ist er dort am 01.03.2021 verstorben.